Wasser energetisieren

Wasser energetisieren - Alternative zu Heilwasser?Was ist energetisiertes Wasser und kann ein solches Wasser eine Alternative zu Heilwasser sein?

Wasser energetisieren bedeutet, mittels verschiedener Techniken dessen Struktur positiv zu verändern: Die Schwingungsfrequenz bzw. das Energieniveau einer beliebigen Wasserressource wird dergestalt verändert, so dass das jeweilige Wässerchen bekömmlicher und heilungsfördernder für den Körper ist. Worum es jedoch bei den verschiedenen Verfahrensweisen nicht geht, ist es, die chemische Zusammensetzung zu verändern. Die Inhaltsstoffe bleiben jeweils vor und nach dem Energetisierungsprozess die gleichen, auch energetisiertes Wasser kann also nicht mit einem Heilwasser und dessen spezifischer Mineralisierung konkurrieren. Dies wird jedoch auch nicht behauptet. Behauptet wird, dass durch Energetisierung »totes Wasser« zu »lebendigem Wasser« würde, sprich die Struktur des Wassers verändert werden könnte. (siehe auch strukturiertes Wasser).

Wasser müsse, damit es uns entspräche, zunächst belebt werden. Schauen wir uns genauer an, was damit gemeint ist.

Wasser ist Leben – jedes Wasser?

Wir leben im Zeitalter von Glasfaserkabeln, selbstfahrenden Automobilen und Wasserstoffbomben. Wir haben die gesamte Welt geformt und verändert und unseren Bedürfnissen angepasst. Was sich jedoch seit der Steinzeit nicht weiterentwickelt hat, das ist unsere Physis, das sind unsere körperlichen Bedürfnisse.

Frisches, lebendiges, sprudelndes Quellwasser: Dies sei uns, unseren körperlichen Mechanismen, ja selbst der Schwingungsfrequenz unserer Zellen am gemäßesten, so heißt es. Wasser aus der Leitung und selbst Heilwasser aus der Flasche seien im Vergleich zu Quellwasser nahezu »tot« sagen die Anhänger der Energetisierungsmethoden und verweisen auf die Molekularstruktur der unterschiedlichen Wassersorten. Wasser sei mehr als eine Substanz, es sei Medium, Informations- und Energieträger zugleich. Quellwasser sei natürlich und lebendig, es nähre den Organismus. Unbewegtes, abgefülltes oder Leitungswasser hingegen von minderwertiger Qualität, von geringerer natürlicher Energie.

Die kristalline Struktur von Wasser

In der Tat sind in Wässern aus verschiedenen Quellen auch unterschiedliche Molekularstrukturen nachweisbar. Leitungswasser weist im Gegensatz zu Quellwasser sogenannte Molekülcluster auf, nicht aber dessen feine, kristalline Struktur. Grund ist der Energieverlust durch den Leitungstransport.

Die hexagonalen, schneeflockenähnlichen Molekülstrukturen von Wasser so wie es aus der Quelle kommt, aus Brunnen geschöpft wird oder in Obst vorhanden ist, ist das Ideal aller Wasserbelebungsmethoden, jeder Energetisierung von Wasser. Diese Struktur ist relativ empfindlich und wird durch mechanische Einwirkungen wie Flaschenabfüllung oder lange Standzeiten schnell zerstört bzw. in gröbere Molekülstrukturen überführt.

Gerade die kristallinen Strukturen aber seien es, nach denen unser Organismus verlange, so heißt es. Denn nur diese könnten Zellbarrieren überwinden und auch das Zellinnere erreichen, so das der Körper ein Maximum an lebenswichtigen Stoffen auch verwerten könne. Zudem würde es einer erhöhten Schwingungsfrequenz bedürfen, um diejenige der Zellmembranen überwinden zu können, als diejenige, die normales Leitungswasser habe. Diese Eigenschaften aber würde allein frisches Quellwasser aufweisen – oder eben eigens energetisiertes Wasser. Der Unterschied sei übrigens schmeckbar bzw. die Haptik hochenergetischen Wassers eine andere: Es sei weicher, würde sich feiner anfühlen und selbst auf der Haut angenehmer seien.

Wie aber wird nun Wasser belebt, wie wandelt man eine tote in eine lebendige Struktur? Wodurch ändert sich das Energieniveau? Dafür kommen verschiedene Methoden in Frage. Man kann sogar energetisiertes Wasser selber herstellen.

Methoden der Energetisierung von Wasser

Die Methoden der Wasserbelebung sind so zahlreich, wie die dahinter stehenden Grundannahmen. Es gibt auf der einen Seite mechanische Verfahrensweisen, die auf eine Verwirbelung des Wassers abzielen, auf der anderen energetische Maßnahmen, die danach trachten, die Schwingungsfrequenz von Wasser zu verändern. Interessant ist dabei, dass bei allen Methoden wenig Wert auf die mineralische Potenz des Ausgangsmaterials gelegt wird – welcher Quelle das Wasser ist, das belebt werden soll, bleibt größtenteils außen vor.

  • Wasserverwirbler.
  • Eelektronische Verwirbler.
  • Vitalkaraffen.
  • Edelsteine im Wasser sorgen ebenfalls für eine Energetisierung.

Mechanische Methoden zum Energetisieren von Wasser

Den (kostengünstigen) Anfang machen sogenannte Wasserverwirbler: Diese gibt es zum Beispiel als Wasserhahnaufsatz zu kaufen. Ähnlich wie beim Dekantieren von Wein, wird Leitungswasser auf diese Art und Weise mit Sauerstoff angereichert und die grobe Molekularstruktur sozusagen einer kurzzeitigen Erschütterung ausgesetzt, von der man sich ein Vitalisierung verspricht.

Weiter geht es über Vitalkaraffen und elektronische Verwirbler bis hin zu hochprofessionellen Standgeräten und ebenso teueren Großgeräten, die man an das heimische Wassersystem anschließen kann. Auch an Reisegeräte oder Trinkflaschen für den Alltagsbedarf haben die Hersteller gedacht.

Zwar kommen dabei verschiedene Materialien zum Einsatz, doch die meisten Verwirbelungssystem ähneln sich und gehen auf Victor Schauberger (1885-1958) zurück. Dessen Beobachtung, dass es „in der Natur keine geraden Linien“ gäbe, führte erst zur Kritik an der gängigen „geradlinigen“ Wasserwirtschaft und sodann zur Erfindung des Prinzips der „Einrollung“: In der Natur sucht sich das Wasser seinen Weg, mäandert und rollt sich fortwährend ein, was zu einer Aufladung mit Energie führt. Dies versuchen die jeweiligen Gerätschaften im Haushalt nachzubilden, das Wasser wird zentripedal eingerollt und soll so vitalisiert werden. Die jeweiligen Methoden nach Schauberger trachten also danach, dem Wasser naturgegebene Eigenschaften durch mechanische Verfahren wiederzuverleihen.

Energetische Vitalisierungsmethoden

Die zweite große Gruppe an Vitalisierungsmethoden verzichtet auf mechanische Einwirkung und setzt das Wasser stattdessen einer Energiequelle aus, der es obliegt, das Ausgangsmaterial positiv zu beeinflussen. Diese Methoden basieren auf der Annahme, Wasser würde die energetischen Informationen seiner Umgebung aufnehmen und seine Schwingungsstruktur entsprechend verändern können – eine Überzeugung, die übrigens mit der Homöopathie geteilt wird.

Edelsteine und Wasser

Wasser mit Edelsteinen energetisieren.Auch diese Verfahrensweisen sind breit gespannt, am bekanntesten ist die Energetisierungsmethode durch die Verwendung von Edelsteinen: Rosenquarz, Bergkristall und/oder Amethyst werden in Wasser eingelegt und kraft ihrer Schwingungen verändert sich dessen energetisches Niveau. Auch eine Remineralisierung mineralstoffarmen Wassers wird dieser Methode nachgesagt. Dabei werden die Edelsteine (einzeln oder in Kombination) in ein Gefäß gelegt, das mit normalem Leitungswasser oder handelsüblichem Mineralwasser befüllt wird. Je nach dem, welche Quelle man zu Rate zieht, ist die Energetisierung des Wassers bereits nach wenigen Stunden bis hin zu mehreren Tagen abgeschlossen. Das Wasser könne nun genossen werden, da die Informationen der Mineralien bzw. der Edelsteine vom Wasser aufgenommen worden seien.

Daneben gibt es mittlerweile eine unübersichtliche Menge an kleineren und größeren Gerätschaften, denen ähnliche Effekte nachgesagt werden: Vom Chakrenröhrchen, das man in den Wasserbecher tunkt, über Mandala-Becheruntersetzer bis hin zu kostspieligen Wasserverbesserungssteinen, die außen am Wasserrohr angebracht werden und geeignet sein sollen, negative Schwingungen aufzunehmen. Der Übergang zwischen ernstgemeinter naturphilosophischer Herangehensweise und offensichtlicher Geldmacherei ist hierbei sicherlich ein fließender. Reiki-Praktiker machen es sich übrigens einfacher, sie verzichten gänzlich auf Gerätschaften und energetisieren Nahrung wie Trinkwasser durch minutenlanges Handauflegen.

Energetisiertes Wasser vs. Heilwasser

Was sich bei all den genannten Methoden jedoch nicht verändert, ist die chemische Zusammensetzung des Wassers. Das Wasser – ob nun verwirbelt oder energetisiert – mag eine lebendigere Struktur aufweisen, mag durch seine kristallinen Eigenschaften bis ins Zellinnerste vordringen können, es mag uns besser nähren und erfrischen als unbelebtes Leitungswasser – eines weist es jedoch nicht auf: die mineralische Sättigung der verschiedenen Heilwässer. Diese ist das natürliche Ergebnis eines langen Weges durch Gesteinsschichten und Sedimente sowie der Einlagerung in großer Tiefe. Deshalb haben die unterschiedlichen Heilwasserquellen auch unterschiedliche, analytisch nachweisbare Eigenschaften und können bei Trinkkuren gezielt eingesetzt werden bzw. bei diversen Mangel- oder Krankheitserscheinungen punktgenau Abhilfe schaffen.

Vitalisiertes Wasser mag heilende Eigenschaften haben, zum Heilwasser im eigentlichen Sinne werden sie dadurch nicht. Und sie sind auch kein gleichwertiger Ersatz. Denkbar ist es natürlich, dass man dazu übergeht, beides zu kombinieren, und Heilwasser zusätzlich zu vitalisieren, durch welche Technik auch immer. Schaden kann es jedenfalls nicht.