Schilddrüse

Die Schilddrüse befindet sich am Hals unterhalb des Kehlkopfes vor der Luftröhre. Zumindest bei den Säugetieren, die wie andere Wirbeltiere auch über diese Hormondrüse verfügen. Beim Menschen hat die Schilddrüse die Form eines Schmetterlings. Man kann ihre Form aber auch mit der des Buchstaben H vergleichen: Zwei Lappen, die durch einen schmalen Streifen (Isthmus) verbunden sind.

Die Normalwerte für die Höhe und Dicke der Schilddrüsenlappen betragen 3–4 beziehungsweise 1–2 cm. Die Breite wird mit 7–11 cm angegeben.

Die wohl wichtigste Funktion der Schilddrüse ist die Speicherung von Jod sowie die Bildung der iodhaltigen Schilddrüsenhormone Triiodthyronin und Thyroxin sowie des Peptidhormons Calcitonin.

Die Schilddrüse übernimmt damit eine wichtige Funktion, sie ist gleichzeitig aber auch der Ausgangspunkt für einige Erkrankungen. Diese können sowohl von einer Unterfunktion als auch von einer Überfunktion der Schilddrüse hervorgerufen werden. Unsere Schilddrüse ist vor allem für wichtige Vorgänge im gesamten Stoffwechsel-, Regulations-, Hormonbildungs- und Abwehrsystem zuständig. Zwar sind bislang nur um die 400 solcher Vorgänge bekannt, vermutlich gibt es aber eine weit höhere Zahl.

Wie wichtig die Schilddrüse für uns ist, wird sogar deutlich, wenn man sich nur die eine oder andere dieser mehreren Hunderte Vorgänge vor Augen führt. So steuert die Schilddrüse das Wachstums des gesamten Körpers und auch die geistige Entwicklung während der Entwicklungsphase im Kindesalter.

Eine Unterversorgung der Schilddrüse führt meist zu einer fehlerhaften Energieausbeute des Stoffwechsels. Das kann sowohl zu Gewichtszunahme als auch zu Energiemangel und auch zu Trägheit führen. Eine Schilddrüsen Überfunktion hingegen bewirkt genau das Gegenteil: Gewichtsverlust, Nervosität, zum Teil auch mit Schlafstörungen, erhöhte Schweißabsonderungen, Reizbarkeit. Sogar Herzschäden können die Folge sein.

Da ist es nicht verwunderlich, dass eine Dysfunktion der Schilddrüse weitreichende Folgen hat. Da das mangelnde Funktionieren oftmals durch Jodmangel ausgelöst wird, sind Heilwässer mit einem relativ hohem, dennoch natürlichem, Jodgehalt eine gute Möglichkeit, einem Jodmangel vorzubeugen.

Heilwässer, die einen hohen Anteil an Jod aufweisen sind:

  • Die oftmals aufgeführte Kaiser-Friedrich-Heilquelle in Offenbach gibt es leider so nicht mehr.
  • Die oftmals aufgeführte Heilquelle Biskirchener Karlssprudel hat inzwischen wohl auch einen deutlich niedrigeren Jodgehalt.

Falls mir noch ein Heilwasser mit einem hohen Jodanteil auffällt, wird das hier noch nachgetragen.

Jodhaltige Lebensmittel

  • Jodsalz
  • Lebensmittel, die mit Jodsalz hergestellt wurden.
  • Seefisch (ein bis zwei Mal die Woche)
  • Milch und Milchprodukte (Milch ebenso wie Hartkäse)
  • Hühnerei
  • Auch Rindfleisch und Schweinefleisch haben einen Anteil an Jod.