Gicht

Die Gicht, auch Urikopathie oder Arthritis urica, ist eine Purin-Stoffwechselerkrankung, die in Schüben verläuft und (bei unzureichender Behandlung) durch Ablagerungen von Harnsäurekristallen (Urat) in verschiedenen peripheren Gelenken und Geweben zu einer gelenknahen Knochenresorption und Knorpelveränderungen sowie durch langfristige Schädigung des Ausscheidungsorgans Niere letztlich zur Niereninsuffizienz führt. Wenn die Gicht sich also zwar erst mal eher harmlos äußerst (wenn auch schmerzhaft durch entsprechende Gichtattacken in den Gelenken), sollte man eine Erkrankung darin nicht auf die leichte Schulter nehmen, da die Spätfolgen durchaus ernst zu nehmen sind. Auch erfolgt die Schädigung der Nieren bei Gicht schmerzlos.

Die Produktion von Harnsäure ist im menschlichen Stoffwechsel (Purinstoffwechsel) ein durchaus normaler Vorgang. Bei der physiologischen Aufarbeitung des zugeführten Wassers wird durch bestimmte Vorgänge bei der Harnerzeugung Harnsäure produziert. Der Abbau dieser Harnsäure stellt bei gesunden Menschen normalerweise überhaupt kein Problem dar. Er geschieht beim Gesunden ständig. Beim Gichtkranken hingegen ist der Abbau gestört bzw. es kommt zu einer krankhaften Überproduktion von Harnsäure.

Ablagern von Harnsäure bei Gicht verhindern

Findet die Harnsäure nicht ihren natürlichen Ausscheideweg, dann lagert sie sich im Körper ab. Und das passiert vor allem in den Gelenken. Das führt wiederum zu entsprechenden Gichtattacken, die durchaus schmerzhaft sind. Diese Einlagerung von Harnsäure kann bei Gichtkranken zu oft chronischen Schmerzen führen. Gelegentlich kann es auch passieren, dass die Schmerzattacken anfallartig auftreten. Gegen die Schmerzen können die Ärzte durchaus Medikamente verschreiben. Allerdings reicht eine Schmerzbehandlung eben nicht aus, da das Problem, die Ablagerung der Harnsäure ungelöst bleibt.

Bei Gicht muss man selbst etwas tun

Damit akute Gichtanfälle nicht zum Regefall werden muss der Patient selbst auch etwas tun. Die Ursache der Hyperurikämie (übermäßige Erzeugung von Uraten) sollte baldmöglichst gefunden werden. Trotz der Überproduktion von Harnsäure ist die Gicht eine klassische Mangelerkrankung.

Wodurch werden Gichtanfälle ausgelöst

Es gibt einige Dinge, die Gichtanfälle auslösen können. Leider gehört wohl sogar Sport auf diese Liste.

  • Dehydrierung (daher ist bei Gicht viel Trinken wichtig).
  • Alkohol (insbesondere hochprozentigen Alkohol gilt es zu meiden).
  • Fieber
  • Fleisch (da es Purine enthält, insbesondere in rotem Fleisch enthalten)
  • Meeresfrüchte
  • Pilze
  • Spargel
  • Kaffee
  • Tee (mit Koffein). Erlaubt sind harntreibende Teesorten. Ein idealer Tee für Gichtkranke ist ein Teufelskralle-Tee. Dieser enthält das Extrakt aus Wurzelknollen der südafrikanischen Teufelskrallen-Pflanze. Teufelskralle ist reich an entzündungshemmenden und schmerzlindernden Wirkstoffen.
  • Heringe
  • Ölsardinen

Heilwasser bei einer Gichterkrankung

Trotz der schweren Wasserlöslichkeit von Harnsäure sind Heilwassertrinkkuren von beachtlichem Wert bei der Behandlung der Gichterkrankung. Trinkt man mehr, kommt es meist eben auch zu einer besseren Ausschwemmung. Zudem kann beim Trinken von Heilwasser auch ein Mineralienmangel beseitigt werden. Wer an Gicht erkrankt ist, sollten immer auf eine gute Durchspülung der Nieren und der ableitenden Harnwege achten. Auf diese Weise wird einem erneuten Gichtanfall wesentlich vorgebeugt. Ein Heilwasser eignet sich natürlich besonders gut dafür.

Bei einer Gicht Erkrankung zu empfehlen sind folgende Heilwasser

  • Heilquelle Biskirchener Karlssprudel
  • Dunaris Heilbrunnen bzw. Dauner Quellen
  • Bad Wildunger Helenenquelle

Hausmittel bei Gicht

Zu den bekannten Hausmitteln bei Gicht zählt meist eben der Rat viel zu trinken. Neben einem guten Heilwasser kann das aber durchaus auch Tee sein. Besonders gut geeignet sind harntreibende Teesorten. Ansonsten kann man bei einem schmerzhaften Gichtanfall noch die Gelenke kühlen.

Achtung: Diese Infos geben nur allgemeine Ratschläge zum Thema Gicht bzw. Urikopathie. Bei solchen Beschwerden sollte man unbedingt auch bzw. zunächst ärztlichen Rat einholen. Eine Eigenbehandlung mit Heilwasser kann dann zusätzlich zu dessen Ratschlägen erfolgen.