Darmträgheit

Zu den häufigsten Magen-Darm-Beschwerden zählt die Darmträgheit. 15 Millionen Deutsche sollen darunter leiden. Von Darmträgheit spricht man meist, wenn es zu harten und trockenen und auch seltenen Stuhlgang kommt.

Was ist Darmträgheit?

Von einer Darmträgheit spricht man, wenn der Betroffene weniger als dreimal in der Woche Stuhlgang hat, oder wenn sich derjenige ewig auf dem Klo mit Pressen quält.

Mit zunehmenden Alter (ab ca. 65) tritt diese Beschwerde häufiger auf. Betroffen sein können aber auch Kinder und Säuglinge. Die Darmträgheit ist außerdem eine der Hauptursachen für Verstopfung (wobei nicht jede Verstopfung auf Darmträgheit beruht).

Verursacht wird die Darmträgheit durch eine verlangsamte Bewegung des Darms (Dickdarms). Ausgelöst werden kann diese Beschwerde nicht nur durch bestimmte Erkrankungen, sondern auch durch Medikamente. Aber auch Ernährung und Bewegung spielen als Ursachen eine Rolle. Sie sind aber meist nicht alleine schuld daran.

Während Sport und Bewegung gepaart mit einer nicht nur fettarmen, sondern auch ballaststoffreichen Ernährung und gleichzeitige Aufnahme von genügend Flüssigkeit dafür sorgen können, von einer Darmträgheit verschont zu bleiben, können Bewegungsmangel, zu wenig trinken und eben eine ballaststoffarme Ernährung eine Darmträgheit verstärken.

Darmträgheit kann viele Ursachen haben

Wie eine Darmträgheit behandelt werden kann, hängt sehr stark davon ab, wovon sie nun genau verursacht wird. Meist sucht der Arzt erst einmal nach einer organischen Ursache für diese Beschwerde. Wird er bei dieser Suche nicht fündig, dann wird auf eine Ernährungsumstellung gesetzt. Sehr häufig werden dann Flohsamenschalen und auch Weizenkleie auf den Speiseplan gesetzt. Beide Nahrungsmittel lassen den Stuhl aufquellen. Das drückt nicht nur auf die Darmwand, sondern regt diese eben auch zur Bewegung an. Zum Aufquellen ist außerdem Wasser nötig. Damit erhöht sich automatisch der Wasseranteil im Stuhl und dieser wird eben auch weicher. In einigen Fällen werden auch spezielle Abführmittel verschrieben. Wobei diese wirklich auf das Problem abgestimmt sein sollten, denn es gibt durchaus auch Abführmittel, die kontraproduktiv wirken, da sie den DArm zur Faulheit anregen.

Eine Darmträgheit sollte man unbedingt ernst nehmen. Nicht nur weil das allgemeine Wohnbefinden durch einen trägen Darm sinken kann, auch weil sich diese eben auch zu schlimmer Verstopfung verstärken kann. Außerdem schränkt die Darmträgheit nicht nur den Stoffwechsel ein, es können sich auch Giftstoffe sammeln. Die Folge ist ein allgemeines Unwohlsein, man fühlt sich auch unbeweglich.

Heilwässer bei Darmträgheit – Bitterwasser

Bei Darmträgheit liegt häufig ein Problem auch im harten Stuhl. Da meist auch mehr Ballaststoffe gegessen werden, ist es aus beiden Gründen wichtig, dafür zu sorgen, ausreichend zu trinken. Es gibt außerdem einige Bitterwasser, die bei Darmträgheit helfen können. Wobei das mit dem Bitter durchaus ernst gemeint ist, diese Heilwässer schmecken wirklich Bitter und man muss sich an den Geschmack erst gewöhnen. Wie viel Wasser genau getrunken werden muss, ist abhängig davon, wie schwer die Darmverstopfung bereits manifestiert ist. Daher sollte man sich langsam an die richtige Menge herantasten und mit einem kleinen Glas Bitterwasser beginnen. Dieses sollte, wenn möglich, mindestens Körpertemperatur (40 Grad) haben und schnell getrunken werden. Wird nach zwei Tagen trotz dem kleinen Glas Bitterwasser keine Verbesserung der Darmträgheit festgestellt, dann sollte die Trinkmenge erhöht werden (von 150 ml auf 200 ml). Ist dies immer noch zu wenig, dann nach weiteren zwei Tagen auf 250 ml erhöhen. Sobald sich normaler Stuhlgang eingestellt hat, sollte die Trinkmenge reduziert werden.

Warum man Bitterwasser nicht kalt trinken sollte

Bitterwasser sollte möglichst warm getrunken werden, damit es die gewünschte (abführende) Wirkung bei Darmträgheit entfalten kann. Seine Wirkung entfaltet das bittere Wasser zwar erst im Darm und bis dahin ist selbst eiskaltes Wasser aufgelöst. Aber wird es kalt getrunken, dann wird es nicht nur aufgewärmt, sondern eben auch verdünnt.

Kissinger Bitterwasser

Das Kissinger Bitterwasser wird auf Basis des Rakoczywassers unter Zusatz von Magnesiumsulfat hergestellt. Es enthält neben rein natürlichem Heilwasser reichlich Sulfat-Ionen und hat dadurch abführende Wirkung. Angewendet wird das Kissinger Bitterwasser bei Verdauungsstörungen, insbesondere Darmträgheit und Verstopfung.

Weitere Hausmittel bei Darmträgheit

Einer Darmträgheit kann man vorbeugen und man kann ihr in leichten Fällen häufig auch in der Anfangsphase mit Hausmitteln begegnen. Wer dazu neigt, sollte auch überlegen nach einer überstandenen Darmträgheit den einen oder anderen Punkt aus dieser Liste in seine Ernährungsgewohnheiten einzubauen.

  • Ballaststoffreiche Nahrung. Dazu zählen Obst, Gemüse und Vollkornprodukte.
  • Zum Beispiel in den Frühstücksjoghurt zwei Löffel Leinensamen oder Kleie einrühren.
  • Mindestens 2 bis 2,5 Liter Flüssigkeit trinken. Tipps mehr trinken.
  • Mehr bewegen. Sport.
  • Bittersalze helfen ebenfalls. Darmreinigungskur.
  • Mehr Produkte aus Roggenmehl essen.
  • Am Abend einen großen Apfel reiben. Den geriebenen Apfel an der Luft stehen lassen. Das Geriebene sollte braun werden. Das dann essen.
  • Einen Esslöffel Haferkleie mit einen Esslöffel Leinsamen und zwei Esslöffeln Flohsamen mischen. Das ganze mit zwei Gläsern Wasser aufgießen und vier Stunden quellen lassen. Am Abend vor dem Schlafen gehen essen.
  • Bauchmassage mit kreisenden Bewegungen. Aber nicht einmal, sondern ca. alle drei Stunden.
  • Dörrpflaumen am Abend einweichen und am nächsten Morgen den Saft trinken und die eingewichten Pflaumen essen.
  • Müsli mit Kleie als erste Mahlzeit am Tag.
  • Knoblauchzehe auspressen. Den Knoblauchsaft und die ausgedürckte Masse in ein Glas mit lauwarmen Wasser geben. Knoblauchwasser möglichst in einem Zug austrinken.
  • Warmes Wasser nach dem Aufstehen auf nüchternen Magen trinken.
  • Eine kleine Portion rohes Sauerkraut vor dem Frühstück soll ebenfalls helfen.

 

Disclaimer Gesundheitsthemen

Achtung: Diese Infos geben nur allgemeine Ratschläge zum Thema Heilwasser bei Darmträgheit. Man sollte unbedingt auch seinen Arzt zu Rate ziehen, gerade wenn das Problem auch schon länger auftritt. Nur dieser kann eine organische Ursache ausschließen. Der Arzt sollte auch feststellen, ob wirklich eine Darmträgheit vorliegt und nicht womöglich ein Darmverschluss, der ganz anders, und nicht mit Heilwässern, behandelt werden muss. Heilwasser ist aber eine gute Möglichkeit, wenn diese ausgeschlossen werden konnte, eine Ernährungsumstellung hin zu mehr Ballaststoffen zu unterstützen.