Calciumoxalatsteine – Nierensteine

Calciumoxalat ist ein Calciumsalz der Oxalsäure (CaC2O4). Calciumoxalat ist ein Hauptbestandteil von NIerensteinen und Bierstein. Einige Pflanzen (wie zum Beispiel die Pastinaken oder der Schmerzwurz) bilden Calciumoxalat außerdem als Fraßverteidigung. Dieses Salz bildet sich außerdem im Gewebe von Kakteen.

Was sind Nierensteine?

Nierensteine (auch Nephrolithen) sind kristalline Ablagerungen (Harnsteine) des NIerenbeckenkelchsystems. Mit dem Eintritt in den Harnleiter werden Nierensteine zu Harnleitersteinen. Sie können dann auch eine Kolik auslösen. Es gibt verschiedene Arten von Nierensetine, sie unterscheiden sich in ihrer chemischen Zusammensetzung. Calciumoxalat-Steine machen etwa 65 Prozent aller Nierenseine aus.

Wie entstehen Nierensteine?

Die Entstehung von Nierensteinen ist von vielen Faktoren abhängig, die je nach Ausprägung zu verschieden zusammengesetzten Konkrementen führen. Viele Stoffwechselabläufe sind in diesem Zusammenhang noch ungeklärt. Kleinere Nierensteine werden vom Körper so ausgeschwemmt. Die einfachste und wirkungsvollste Art, das Risiko der Neubildung von Steinen zu vermindern, ist die Verdünnung des Urins durch Erhöhung der täglichen Flüssigkeitsaufnahme (Mineralwasser, Tee). Es sollten 2,5 l Urin täglich ausgeschieden werden. Aktuelle Studien zeigen, dass ausreichende Mengen an Kalzium in der Nahrung (1000–1200 mg/Tag) dabei helfen, die Bildung von oxalathaltigen Steinen zu verhindern. Allerdings sollte oxalatreiche Nahrung gemieden werden. Dazu zählen:

  • Rüben
  • Schokolade
  • Kaffee
  • Cola
  • Nüsse
  • Rhabarber
  • Spinat
  • Erdbeeren
  • Schwarzer Tee, teilweise auch grüner Tee
  • Weizenkleie

Wichtig ist nicht nur was man trinkt, sondern auch wann man es trinkt. Von allergrößtem Einfluß auf dieses Wachstum bzw. auf dessen Unterlassung, sind die Getränke, die der Patient zu sich nimmt. Ist das letzte Getränk vor dem Schlafengehen überdurchschnittlich kalkhaltig, wird das Wachstum von Calcium-Oxalatsteinen angeregt. Das liegt wohl daran, dass Nierensteine vor allem in der Nacht wachsen. Das liegt wohl daran, dass der Nachtharn, der in der Stoffwechselruhephase seine größte Konzentration an Salzen in der frühen Morgenstunde hat, den Wachstum von Nierensteinen fördert.

Heilwasser bei Nierensteinen

Nierensteinen kann man vorbeugen, in dem man genug trinkt. Auch Heilwasser eignet sich also. Insbesondere gut geeignet ist Heilwasser mit viel Natriumhydrogencarbonat (NaHCO3) und Heilwässer mit extrem schwach natrium- oder calciumhaligem Zusatz.

Gut geeignete Heilwässer bei Nierensteinen oder nach einer Behandlung dieser

  • Heilquelle Biskirchener Karlssprudel
  • Dunaris Heilbrunnen
  • Bad Wildunger Helenenquelle
  • Bad Wildunger Reinhardsquelle

Was ist Bierstein?

Bierstein ist kein gesundheitliches Problem. Dabei handelt es sich um eine unerwünschte kalkhaltige Ablagerung beim Brauvorgang in Kesseln und Rohren (ähnelt also dem Kesselstein). Beseitigt werden kann Bierstein zum Beispiel mit einer sauren Reinigung oder auch mit jodhaltigen Desinfektionsmitteln.