Jod

JodJod ist ein unentbehrlicher Bestandteil des tierischen und menschlichen Organismus und wird mit der Nahrung aufgenommen.

Chemisches Zeichen I (vor der internationalen Elementsymboleinführung war es J)
Ordnungszahl 53
Atomgewicht 126,9044
spezifisches Gewicht 4,93
Schmelzpunkt 113,0° C (Bei Raumtemperatur ist Jod ein Feststoff)
Wertigkeit meist zweiwertig
Eigenschaft Halogen
Aussehen (fest) grauschwarz
Aussehen (Gas) dunkel-violett (daher auch der Name, das griech. Wort ioeides bedetuet veilchenfarben, violett.
Vorkommen in der Erdrinde < 0,001%

Das Spurenelement Jod

Jod ist ein Spurenelement und gehört genauer zu den Halogenen. Es ist vor allem für die Schilddrüse wichtig, kann aber vom Körper selbst nicht produziert werden. Neben der Schilddrüse kommt es noch in den Muskeln, der Galle und den Speicheldrüsen vor.

Jod ist ein wichtiger Bestandteil bei der Bildung von Schilddrüsenhormonen. Rund 80% des aufgenommen Jods gelangt in die Schilddrüse und werden dort in die Hormone Trijodthyronin und Thyroxin eingebaut. Diese Hormone sind wichtig für den Stoffwechsel von Eiweißen, Kohlenhydraten und Fetten. Außerdem sind sie an der Steuerung der Körpertemperatur beteiligt.

Deutschland ist eine von vielen Gegenden in der Welt, die an Jodmangel leidet. Jod kann nicht vom Körper selber hergestellt werden und wird meist über die Nahrung aufgenommen, genauer über Tiere und Pflanzen, die das Jod aus dem Boden beziehen. In der letzten Eiszeit spülte das Schmelzwasser der Gletscher das Jod ins Meer. Daher befindet sich sehr wenig Jod in den Produkten der heimischen Landwirtschaft.

Jod reichhaltige Lebensmittel

Soll mehr jodhaltige Nahrung auf den Tisch, helfen Seefische, Meerestiere und Seealgen. Milch und Milchprodukte verfügen ebenfalls über nennenswerte Jodmengen, gefolgt von Fleisch. Ein Jodmangel kann eine Vergrößerung der Schilddrüse zur Folge haben, bis hin zur Entstehung eines Kropfs.

Heilwasser mit hohem Jodanteil

Ein Heilwasser mit einem hohen Jodanteil war zum Beispiel das Mineralwasser der Kaiser-Friedrich Quelle. Dieses enthielt einen hohen Jodid-Anteil von 150 Mikrogramm pro Liter. Das heißt, wenn man ein Liter dieses Heilwassers getrunken hatte, hatte man annäherend den empfohlenen Jodid-Tagesbedarf eines Erwachsenen erreicht. Früher wurde das Wasser der Kaiser-Friedrich-Quelle in Offenbach am Main abgefüllt. Das einst hoch geschätzte Wasser wurde allerdings nur bis 1996 dort abgefüllt.

Zum Vergleich Biskirchener Karlssprudel hat einen Jodid-Anteil von 0,009 mg pro ein Liter Wasser.