Wasserarten – von Leitungswasser bis zum Heilwasser

Wasser ist ein sehr beliebet Durstlöscher und wohl auch der älteste überhaupt. Aber es gibt verschiedene Sorten von Wasser. In Deutschland haben wir beim sauberen Wasser eine große Auswahl. Die reicht vom günstigen Leitungswasser für einige Cent (auch Kranwasser genannt) bis hin zum etwas teureren Heilwasser. Dazwischen lingen noch Tafelwasser, Quellwassser und Mineralwasser.

Wassersorten im Überblick

In Deutschland soll es knapp 200 deutsche Mineralbrunnen geben, die über 500 verschiedene Mineralwässer und 35 Heilwässer im Angebot haben. Ich habe aber auch schon von 60 verschiedenen Heilwässern gelesen. Der Unterschied könnte darin begründet liegen, dass es 35 in Flaschen abgefüllte Heilwässer sind. 148,2 Liter Mineralwasse rund Heilwasser (wobei Heilwasser nur 0,7 Prozent der Menge ausmacht) konsumiert jeder Bundesbürger im Jahr 2016. Besonders beliebt ist dabei Wasser mit Kohlensäure (81,8 Prozent).

Mineralwasser

Mineralwasser ist das einzig amtlich anerkannte Lebensmittel in Deutschland.  Es gibt eine Mineral- und Tafelwasserverordnung (MTV), die dafür sorgen soll, dass bestimmte Standards erreicht werden. Diese legen nicht nur fest, was ein natürliches Mineralwasser ausmacht, sondern auch was auf dem Etikett stehen muss und wie s verpackt sein muss. Mineralswasser stammt übrigens immer aus einem unterirdischen, vor Verunreinigungen gut geschützem Wasservorkommen. Ein Mineralwasser muss zudem immer direkt am Quellort abgefüllt werden.

Heilwasser

Eine besondere Art des Mineralwassers ist das Heilwasser. Wie das Mineralwasser stammte es aus einem Wasservorkommen, dass unterirdisch liegt und vor Verunreinigungen geschützt ist. Wie Mineralwasser auch muss ein Heilwasser direkt am Quellort abgefüllt werden. Allerdings muss ein Mineralwasser noch weitere Auflagen erfüllen, um als Heilwasser anerkannt zu werden. DAnn unterliegt es auch dem Arzneimittelgesetz. Durch seine besondere Kombination an Mineralstoffen besitzt es eine vorbeugende, lindernde oder heilende Wirkung, die anhand von wissenschaftlichen Untersuchungen belegt sein muss.

Quellwasser

Die Bezeichnung Quellwasser klingt zwar gut, um ein solches Wasser zu werden, müssen aber andere (geringere) Ansprüche erfüllt werden. Ein Quellwasser wird zwar wie ein Mineralwasser und Heilwasser am Quellort abgefüllt und es stammt auch aus unterirdischen Wasservorkommen, es ist auch ein Trinkwasser, es braucht aber keine amtliche Anerkennung.

Tafelwasser

Mischt man verschiedene WAsserarten (und auch andere Zutaten) erhält man ein Tafelwasser. DAbei können sowohl Trinkwasser, Mineralwasser, Natursole und Meerwasser vermischt werden. Es ist außerdem die Zugabe von Mineralstoffen und Kohlensäure erlaubt. Ein Naturprodukt ist Tafelwasser zwar nicht, aber natürlich ist es ein Trinkwasser.

Leitungswasser als Trinkwasser

In Deutschland muss man Trinkwasser nicht kaufen, es kommt meist aus dem Hahn. Nur in wenigen Fällen ist es nicht ratsam Kranwasser zu trinken (Bleirohre), manchmal sollte man das Wasser besser etwas laufen lassen, ehe man davon trinkt (geschwächtes Immunsytem). Unser Wasser wird gut überwacht und muss bestimmte Kontrollen erfüllen. Es ist also eigentlich gar nicht nötig, Wasser zu kaufen. In Deutschland stammt Wasser übrigens zu zwei Drittel aus Grundwasser und zu einem Drittel aus Oberflächenwasser.

Ganz anders sieht es in anderen Ländern aus. Als Beispiel sei nur mal Spanien genannt. Auch dort kommt Wasser aus der Leitung, aber kaum jemand kommt auf die Idee dieses einfach so zu trinken. Entweder man hat eine Filteranlage am Wasserhahn oder man nutzt das Wasser aus der Leitung wirklich nur zum Kochen von Kartoffeln, Duschen, Wäschewaschen. Oft wird sogar Kaffee mit Kaufwasser gekocht. Das liegt vielerorts vor allem daran, dass das Wasser stark nach Chlor schmeckt.