Stoffwechselstörungen |
Übermineralisierung |
| Übermineralisierung ist beim gesunden
Menschen praktisch ausgeschlossen. Es sind keinerlei Fälle bekannt, wo ein zuviel an
Mineralien auch nur die Spur eines Schadens verursacht hätte. Bekommt ein gesunder
Körper gelegentlich zuviel an Mineralien und
Spurenelementen, wie dies grundsätzlich bei Trinken von sogenannten
"isotonischen Getränken" der Fall ist, werden diese überschüssigen Mineralien
gar nicht aufgenommen, sondern auf direktem Weg wieder ausgeschieden. Die wenigen im
Körper verbleibenden Mineralstoffe und Spurenelemente werden vom Stoffwechsel problemlos
verarbeitet. Trotzdem geht seit Jahren eine absolut unverständliche Welle durch unser Land, die auf eine mineralarme Ernährung zielt. An erster Stelle wird Natrium als Feind Nummer eins angesehen, obwohl es zu den vier essentiellen, also lebensnotwendigen Mineralien für den Menschen zählt. Der Verlust von 15 Prozent an Natrium hat den sicheren Tod zur Folge. Irgendwelche Geschäftemacher versuchen ihre mineralarmen Produkte, hier wiederum natriumarme Mineralwässer, als segensreiche Produkte zu verkaufen. Leider gelingt ihnen dies so sehr, daß sich sowohl in der Medizin als auch bei den Ernährungswissenschaftlern Sorge ausbreitet. Die stete Anwendung eines mineralarmen Wassers (ein natriumarmes Wasser ist auch immer mineralienarm) kann zu Mineralienverlust im bedenklichen Maße führen. Die Ausschwemmung von Mineralien, die durch ständiges Trinken von mineralarmen Wässern begünstigt wird, kann den gesunden Menschen krank machen. Zum Beispiel ist seit Jahren ein steter Anstieg der Knochenkrankheit Osteoporose zu beobachten. Gerade Osteoporose ist ein sicheres Zeichen von Mineralienverlust. Vornehmlich Calcium wird abgebaut und ausgeschwemmt. Der gesunde Mensch hat überhaupt keine Veranlassung, mineralarme und natriumarme Mineral-, Tafel- oder Heilwässer zu trinken. Ganz im Gegenteil. Anders kann dies bei erkrankten Personen sein. In bestimmten Krankheitsfällen kann es vorkommen, daß, bedingt durch eine bestimmte Stoffwechselstörung, der Körper ein Zuviel eines bestimmten Minerals in seinem Organismus aufweist. Um ein Beispiel zu nennen. Leidet ein Patient an Hypercalcämie liegt eine Störung im Calciumstoffwechsel vor. Der Körper baut das aufgenommene Calcium unzureichend ab. Es kann im ungünstigsten Fall zur Bildung bestimmter Nierensteine kommen. Selbstverständlich muß in einem solchen Falle die Calciumzufuhr weitgehend eingeschränkt werden. Aber nur die Calciumzufuhr! Deswegen darf auf gar keinen Fall auf andere Mineralien und Spurenelemente verzichtet werden. Mangelschäden durch eingeschränkte Mineralienzufuhr entstehen viel schneller als man denkt. Die Behebung ist meist sehr kompliziert und nimmt sehr viel Zeit in Anspruch. Oft vergehen Jahre, bis ein Schaden behoben ist, der in nur wenigen Monaten seine Entstehung gefunden hat. Wer glaubt an einer "Übermineralisierung" zu leiden, sollte seinen Arzt aufsuchen und feststellen lassen, ob irgendeine Stoffwechselstörung vorliegt, die eine Reduzierung der Mineralienzufuhr notwendig macht. Dann, und nur dann, muß im Rahmen einer angeordneten Therapie, möglicherweise unter Einhaltung einer Diät, die Aufname eines bestimmten Minerals reduziert werden. Im Grunde genommen resultiert diese "Übermineralisierung" auf eine Mangelerkrankung. Nämlich auf die Unfähigkeit des Stoffwechsels, ein bestimmtes Mineral korrekt zu verarbeiten, abzubauen und auszuscheiden. Deshalb ist es notwenig, die genaue Ursache zu erforschen und möglichst zu beheben. Rein natürliche Heilwässer sind dann sehr gute Helfer bei dieser Behandlung. Wenn die genaue Diagnose vorliegt und das Thema in diese Heilwasserinformationen behandelt wurde, ist das geeignete Heilwasser unter der entsprechenden Abhandlung auszuwählen und als Haustrinkkur anzuwenden.
|
|