Stoffwechselstörungen

Rheumatismus

 
Rheumatismus (Polyarthritis) ist ein recht allgemeiner Begriff, der von Laien gern als Bezeichnung zahlreicher verschiedener Krankheiten, Entzündungen, Beschwerden und Schmerzen in den Muskeln, Sehnen, Bändern, Gelenken, Schleimbeuteln und anderen Teilen des Bewegungsapparates gebraucht wird.

So vielfältig das Erscheinungsbild der Polyarthritis auch ist, so wenig ist über die Ursachen dieser schmerzhaften Erkrankung bekannt. Deshalb ist eine exakte Therapie für den behandelnden Arzt oft sehr schwierig. Über die Anwendungen von Cortison ist man zerstritten. Die einen Mediziner halten Cortison, solange sich die Dosen in Grenzen halten, für absolut ungefährlich, die anderen lehnen Cortison gänzlich ab, weil sie bei der erforderlichen Daueranwendung gravierende Nebenwirkungen befürchten.

Antibiotika können nur bei infektiösen Erkrankungen in den Gelenken (Streptokokken bzw. Gonokokken) eingesetzt werden. Bei chronischer Polyarthritis und Arthrosen sind zur allgemeinen Schmerzbehandlung verschiedene Salizylate gut geeignet. Allerdings sollten diese Substanzen nicht über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, vor allem nicht ohne Befragung und Zustimmung des Arztes.

Die unterschiedlichen Erscheinungsbilder bei rheumatischen Erkrankungen machen eine genaue Diagnose sehr schwierig. Genauso schwierig ist es für den Arzt, eine exakte Therapie zu erarbeiten. Geduld und eine genaue Beobachtung des Krankheitsverlaufes sind wichtige Faktoren. Jede Veränderung des Krankheitsbildes sind dem Arzt sofort mitzuteilen. Nur dann kann er die Therapie verbessern. Hat der Arzt eine Diät verordnet, ist diese ein Teil der Therapie und muß genau eingehalten werden, da möglicherweise bestimmte Unverträglichkeiten von Speisen Mitursache der Erkrankung sein können.

Echte Erfolge bei der allgemeinen Krankheitsbehandlung sind selten. Nur die Schmerzen können medikamentös verringert werden. Dagegen werden in einigen Heilbädern erfolgreiche Heilkuren durchgeführt. Die Erfolge sind sowohl bei Arthritis als auch bei Arthrosen zu finden. Da bei diesen Behandlungen neben Massagen und Bewegungstherapien auch Heilquellen erfolgreiche Anwendung finden, scheint es sinnvoll, diese Heilbrunnentrinkkuren nach Beendigung der Kur als Haustrinkkur weiter zu führen.

Weil die natürlichen Mineralien in den Heilwässern den gesamten Stoffwechsel anregen und stabilisieren können, kann der Kurerfolg verlängert, im günstigsten Fall sogar erhalten werden. Sicher ist, daß das stetige Trinken eines Heilwassers Besserung bringt. Eine Heilung im klassischen Sinne können auch die Haustrinkkuren nicht erreichen.

Der wissenschaftliche Nachweis, welche Mineralien-Kombinationen für Besserung und Stabilisierung verantwortlich sind, steht immer noch aus. Möglicherweise sind die gesamten Mineralien in ihrem einheitlichen Zusammenspiel ausschlaggebend.

Die Erfolge mit rein natürlichen Heilwässern sind zwar bescheiden, aber doch vorhanden. Eine normale Therapie zur Rheumabehandlung kann durch eine ständige Haustrinkkur erfolgreicher verlaufen, wenn der Patient ein geeignetes Heilwasser trinkt. Sicher ist, daß die allgemeinen Medikamente, durch die Stoffwechselanregung des Heilwassers, einen höheren Wirkungsgrad erreichen und weniger Nebenwirkungen verursachen.

Die erhöhte Flüssigkeitsmenge steigert den gesamten Wasserkreislauf, führt zu einer gesteigerten Diurese. Schädliche Kristalle werden bereits im kleinsten Stadium ausgeschwemmt. Ablagerungen, die auf eine gestörte Nierenfunktion hinweisen, werden ausgespült. Dadurch kann der Stoffwechsel in seiner Funktion gestärkt werden.

Ob dies für die Besserung bei Rheumaerkrankungen ursächlich ist, kann nicht mit Sicherheit behauptet werden. Sicher ist, daß eine Fortschreitung der Krankheit gebremst wird. Nebenwirkungen im nachteiligen Sinn finden nicht statt. Die verbesserte Nierenfunktion, die Verhinderung einer Blasenentzündung, die Regulierung des Stuhlganges, eine gesteigerte Funktion des Leber- und Gallenbereiches, sind eine angenehme Begleiterscheinung der Heilwasser-Haustrinkkur. Geeignete natürliche Heilwässer bei rheumatischen Erkrankungen:

 
Bad Lauchstädter Heilbrunnen

Die Zuweisungen der Heilwässer zu den Anwendungen

sind nach bestem Wissen erarbeitet und dürfen nicht verändert

oder durch andere Heilwässer ersetzt werden!

 

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