Nieren und Blase

Uratsteine

 
Die Produktion von Harnsäure ist im menschlichen Stoffwechsel (Purinstoffwechsel) ein durchaus normaler Vorgang. Bei der physiologischen Aufarbeitung des zugeführten Wassers wird durch bestimmte Vorgänge bei der Harnerzeugung Harnsäure produziert. Der Abbau dieser Harnsäure stellt bei gesunden Menschen überhaupt kein Problem dar.

Die Lösbarkeit der Harnsäure im Wasser ist sehr schwierig. Abhängig vom Milieu des Harnes geschieht diese Auflösung von fast gar nicht bis zu relativ schnell. Auch spielt die Ansteuerung verschiedener Enzyme zum Abbau der überschüssigen Harnsäure eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Wie bei allen Nierenerkrankungen muß auch bei einem Uratsteinleiden die Ursache gefunden und behandelt werden. Meist ist eine Störung der Verträglichkeit von Lebensmitteln und Getränken Mitursache. Dies muß unbedingt genau ermittelt werden, damit von vornherein jede Gefahr eines Rezidives vermieden wird. Auch eine schnellere und sicherere Ausheilung der Krankheit wird erreicht.

Dies sagt bereits, daß eine ganz genau abgestimmte Diät - und deren Einhaltung - Grundvoraussetzung jeder sinnvollen Therapie ist. Eine passende Diät bei Uratsteinen ist ohne einem geeigneten, naturbelassenen Heilwasser eigentlich fast nicht möglich.

Am Institut für kurmedizinische Forschung in Bad Wildungen hat man nach langen Untersuchungen folgende Erkenntnisse gewonnen:

• 1. Das Wachstum der Steine ist abhängig vom Säuremilieu des Harnes. Vor allem während der Nachtstunden.

• 2. Um ein weiteres Wachstum der Urat-Steine zu verhindern, muß von einem geeigneten Heilwasser eine überdurchschnittlich hohe Menge getrunken werden. Als Minimum sind 2 bis 3 Flaschen anzusehen.

• 3. Als wichtigster Aspekt: Das Magnesium-Calcium-Verhältnis des Heilwassers darf 1 : 3 nicht übersteigen. D. h. auf ein Teil Magnesium darf nicht mehr als die dreifache Menge an Calcium vorhanden sein.

• 4. Zur Behandlung von Uratsteinen sind neutralisierende Heilwässer, also solche mit einem relativ hohen Gehalt an Natriumhydrogencarbonat (NaHCO3) angezeigt, weil sie das Säuremilieu des Harnes nahe an den PH-Wert 7 führen können. Dies zeigt deutlich, daß eine Therapie und eine Nachbehandlung ohne einer Heilwasser-Haustrinkkur selten zu einem sicheren Erfolg führt. Allerdings muß der Patient Zeit seines Lebens ein geeignetes, rein natürliches Heilwasser trinken. Möglicherweise ist auch die Einhaltung einer Diät erforderlich, die dann selbstverständlich ebenso konsequent eingehalten werden muß, wie die dauerhafte Heilwasseranwendung.

Durch die Zufuhr von wichtigen Mineralien und Spurenelementen kann das richtige Heilwasser auch in der Lage sein, durch Ansteuerung bestimmter Enzyme, den Purinstoffwechsel anzuregen und in die vorgesehene Richtung zu weisen. In solchen Fällen werden sich bei Daueranwendung keine Kristalle der Harnsäure festsetzen. Sowohl die Steinbildung als auch Harnsäureablagerungen in Gelenken werden verhindert oder wenigstens erschwert. Geringfügige Mengen an Kristallen werden, bedingt durch die erhöhte Trinkmenge, auf natürliche Weise über die ableitenden Harnwege ausgeschieden. Eine verstärkte Ansammlung wird erst gar nicht auftreten. Eine erneute Steinbildung, d. h. eine erneute Erkrankung durch Uratsteine, wird bereits im Keime erstickt.

Das Heilwasser sollte schon kurz nach dem Aufstehen, langsam in kleinen Schlucken getrunken werden. Hat man Muse und Zeit dazu, kann man einige Schritte dabei gehen oder Bewegungsübungen machen. Dadurch werden Kreislauf und Stoffwechsel angeregt und das Heilwasser in seiner Wirkung begünstigt. Die morgendliche Flüssigkeitszufuhr führt zu einer Verdünnung des angestauten Nachtharnes und zu einer schnellen Entleerung der Harnblase. Ein bis zwei Gläser mit 250 ml - zimmerwarm - sind ausreichend.

Tagsüber müßten dann 2 bis 3 Flaschen des Heilwassers getrunken werden. Ist das Krankheitsbild abgeklungen, kann die Trinkmenge auf 1 bis 2 Flaschen reduziert werden. Gut geeignet bei Uratsteinen sind:

 
Bad Lauchstädter Heilbrunnen

Heilquelle Biskirchener Karlssprudel

Dunaris Heilbrunnen

 

Bad Wildunger Helenenquelle

Bad Wildunger Reinhardsquelle

 

Die Zuweisungen der Heilwässer zu den Anwendungen

sind nach bestem Wissen erarbeitet und dürfen nicht verändert

oder durch andere Heilwässer ersetzt werden!

 

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