Nieren und Blase |
Mischsteine |
| Eine relativ seltene
Nierensteinbildung sind die sogenannten Mischsteine. Sie haben sowohl Eigenschaften der Calcium-Oxalatsteine, der Calcium-Phosphatsteine, als auch der
Calcium-Carbonatsteine. Durch die Vielfalt der Zusammensetzung der Steine ist es schwierig, eine genaue Diagnose zu stellen. Genauso schwierig ist es, eine zuverlässige und schonende Diät aufzubauen. Die Ermittlung des Risikofaktors steht an erster Stelle. Sicher ist, daß der Patient an einer Form von Hypercalcämie leidet. Deshalb ist eine Verringerung der Calciumzufuhr notwendig. Wie bei den Calcium-Oxalatsteinen und den Calcium-Phosphatsteinen ist auf Milchprodukte, im Rahmen der Diät, weitgehend zu verzichten. Erhöhte Flüssigkeitszufuhr ist dringend notwendig, damit im gesamten Bereich der Nieren und der ableitenden Harnwege, aber auch in der Blase, keine Wasserstauungen entstehen. Durch die erhöhte Trinkmenge wird eine starke Verdünnung des Harnes erreicht. Dies führt zu erhöhter Harnausscheidung. Die starke Verdünnung des Harnes ist vor allem für den Nachtharn signifikant, da während der Nachtstunden die Steinbildung bevorzugt auftritt. Dies wurde sowohl am Institut für Arbeitsphysiologie und Rehabilitationsforschung der Universität Marburg/Lahn als auch am Institut für kurmedizinische Forschung in Bad Wildungen (Professor Dr. med. Gunter Hildebrandt und Professor Dr. med. Christoph Gutenbrunner) in wissenschaftlichen Langzeitversuchen nachgewiesen. Die Arbeiten der Professoren wurde mittlerweile in einem Buch veröffentlicht. ("Handbuch der Heilwasser-Trinkkuren" - Sonntag-Verlag - ISBN 3-87758-015-7 DM 98.00). Vorteil des Werkes: Es ist das bisher umfangreichste Buch, das bisher veröffentlicht wurde. Nachteil: Es ist eine echte wissenschaftliche Arbeit und deshalb von Laien nur begrenzt verständlich. Der Normalverbraucher kann sich die hohen Kosten sparen. Ärzten und Naturheilkundlern hingegen kann es nur wärmstens empfohlen werden. Um die Therapie sinnvoll zu unterstützen ist eine genaue Auswahl der Getränke erforderlich. Seit Jahrhunderten sind bestimmte Heilwässer als hervorragend geeignetes Therapeutikum bekannt. Die Auswahl eines naturbelassenen Heilwassers muß sachgerecht und mit Sorgfalt geschehen. Ein falsches Getränk ist durchaus in der Lage, das Wachstum der Mischsteine zu fördern. Da die Harnausscheidung sowohl sauer als auch alkalisch reagieren kann, muß ein Heilwasser gewählt werden, das sich neutral verhält und sich dem Stoffwechsel anpassen kann. Das Problem liegt darin, daß dieses Heilwasser in keiner Richtung ein absolutes Übergewicht haben darf. Im Bedarfsfalle muß die geringe, meist gebundene, rein natürlich enthaltene Kohlensäure ausgeschieden werden, um den alkalischen Wert des Heilwassers herzustellen. Eine Alkalisierung des Harnes wird sicher gewährleistet. Muß der Harn sauer werden, wird die Kohlensäure einfach aufgenommen und verarbeitet. Die Resorption geschieht bereits im Magen- Darmtrakt. Die Erreichung eines optimalen Säure-Basenverhältnisses sollte als wichtiges Element bei der Therapie angesehen werden. Der Therapieplan muß deshalb ein geeignetes, rein natürliches Heilwasser mit einschließen. Auf die Störung im Harnstoffwechsel nehmen die Heilwässer, als Gleichrichter, enormen Einfluß, da Wasser in den Filterorganen des Menschen direkt verarbeitet und verteilt wird. Hat das Wasser eine ungünstige Mineralisation, kann der erwünschte und erforderliche Durchspülungseffekt, durch eine Mineralienbelastung in den Nieren, umgekehrt werden. Ist bei Mischsteinen die Mineralienzusammensetzung und das CO 2-Verhältnis des Heilwassers harmonisch abgestimmt, ist eine gesteigerte Diurese gewährleistet.Die vermehrte Trinkmenge mit einem geeigneten rein natürlichen Heilwasser führt zu einem erhöhten Ausschwemmungsprozeß. Ablagerungen feiner und feinster Kristalle in den Nierenkanälen und den Harnwegen werden verhindert oder wenigstens erschwert und einem Rezidiv entgegengewirkt. Wird nämlich die Trinkkur auf Dauer fortgesetzt, kann eine Neubildung schon im Anfangsstadium verhindert werden. Ist die Krankheit erfolgreich therapiert worden, muß jeglicher Risikofaktor ausgeschlossen werden. Mit einer geeigneten Diät und einem geeigneten Heilwasser läßt sich ohne Nebenwirkungen der erreichte Gesundheitszustand erhalten. Geeignete Heilwässer zur Behandlung und Nachbehandlung bei Mischsteinen sind: |
Die Zuweisungen der Heilwässer zu den Anwendungen
sind nach bestem Wissen erarbeitet und dürfen nicht verändert
oder durch andere Heilwässer ersetzt werden!