Nieren und Blase

Calcium-Phosphat-Steine

 
Werden die Nieren und die ableitenden Harnwege unzureichend mit Flüssigkeit versorgt und mangelhaft durchspült, geschieht es oft, daß sie sich entzünden und starke Schmerzen verursachen. Eine weitere Folge ist möglicherweise eine Infektion mit Bakterien und letzten Endes können sich durch die anfallenden Ablagerungen Steine bilden.

Eine besondere Art von Nierensteinen sind die Calcium-Phosphatsteine. Sie treten wesentlich seltener auf als die Calcium-Oxalatsteine. Es handelt sich hierbei um ein weiß-grau-braunes, in Schichten gefaßtes, weiches oder nur mäßig hartes, röntgenpositives Harnkonkrement. Es tritt meist in reiner Form aus Apatit auf, jedoch sind auch Beimengungen von etwas Oxalat, Phosphatdihydrat oder Tripelphosphat möglich. Warum es bei einigen Patienten zu dieser von den Calcium-Oxalatsteinen abweichenden Form der Nierensteine kommt, ist nicht restlos geklärt. Sicher ist nur, daß auch hier eine Störung im Harnstoffwechsel vorliegt.

Selbstverständlich haben auch bei dieser so seltenen Nierenerkrankung die rein natürlichen Heilwässer eine spezielle Funktion und somit eine signifikante Berechtigung, in eine Therapie einbezogen zu werden. Hat der Patient einen Calcium-Phosphatstein in einer Niere oder in den ableitenden Harnwegen, muß dieser genau lokalisiert werden. Der Arzt entscheidet nun seine genaue Therapie. Wird eine Diät verordnet, muß auf Milch und Milchprodukte verzichtet werden. Der Calciumgehalt des Trinkwassers ist zu erfragen und bei zu hohem Calciumanteil darf es nicht mehr getrunken und auch nicht zum Kochen von Tee, Kaffee und Suppen verwendet werden. In diesem Fall empfiehlt sich ein calciumarmes, möglichst kohlensäurefreies Mineralwasser. Aber nur zum Kochen - nicht zum Trinken!

Wegen der meist alkalischen Harnreaktion bedarf diese Krankheit eine entsprechende Behandlung, auch was das Trinken betrifft. Da jedoch, wie bei fast allen Nierenerkrankungen, vermehrtes Trinken Voraussetzung für eine Besserung ist, ist auf eine besondere Auswahl der Getränke zu achten. Nur wenige naturbelassene Heilwässer können bei Calcium-Phosphatsteinen eine Therapie sinnvoll unterstützen, da diese Steine in unterschiedlichem Milieu entstehen können.

In allen Fällen ist es notwendig, den PH-Wert des Harnes zu ermitteln. Das Heilwasser sollte nicht zuviel Calcium und möglichst wenig Natriumhydrogencarbonat (NaHCO3) enthalten. Der Calciumgehalt sollte 250 mg und der NaHCO3-Wert 1.200 mg je kg Heilwasser nicht übersteigen. Dadurch ist sichergestellt, daß das Heilwasser nicht zu stark alkalisierend wirkt und somit das Säure-Basen-Verhältnis nicht in einen negativen Bereich lenkt.

Eine gewaltige 3-Tages-Trinkkur mit einer Mindestmenge von 5 Liter Heilwasser je Tag bewirkt eine starke Verdünnung des Harnes und eine erhebliche Anregung der Diurese, die zum spontanen Abgang von kleinen Steinen, Harngrieß oder Harnkristallen führen kann. Einer Wiederholung der Trinkkur steht nur das Problem gegenüber, daß die geforderte Menge von den Patienten auch wirklich getrunken wird.

Um eine neuerliche Erkrankung zu vermeiden, muß der Erkrankte seine Trinkgewohnheiten möglicherweise enorm umstellen. 2 bis 3 Liter Flüssigkeit sind ein absolutes Minimum. Dabei darf aber das Heilwasser nicht ausgeschlossen werden. Die Hälfte der geforderten Trinkmenge fällt alleine auf das Heilwasser zu, d. h. 2 bis 3 Flaschen täglich.

Die gefürchtete Neubildung von Calcium-Phosphatsteinen oder die Ablagerung von Nierengrieß in den ableitenden Harnwegen oder der Harnblase wird bei Daueranwendung des geeigneten, rein natürlichen Heilwassers weitgehend vermieden. Allerdings muß auch weiterhin auf Milchprodukte, im Rahmen einer sehr einfachen Diät, verzichtet werden.

Ist das Heilwasser, entsprechend dem Krankheitsbild und den Laboruntersuchungen des Harnes, richtig gewählt, verändert sich der PH-Wert des Harnes in den gewünschten Bereich, ohne daß dabei Nebenwirkungen zu befürchten sind.

Zur Prophylaxe kann ein geeignetes naturbelassenes Heilwasser bedenkenlos auch von Gesunden getrunken werden, ohne daß auch in diesem Fall Nebenwirkungen oder Kontraindikationen zu befürchten sind. Geeignete rein natürliche Heilwässer zur Unterstützung einer Therapie bei Calcium-Phosphatsteinen sind:

 
Bad Wildunger Georg Viktorquelle

Bad Wildunger Reinhardsquelle

Die Zuweisungen der Heilwässer zu den Anwendungen

sind nach bestem Wissen erarbeitet und dürfen nicht verändert

oder durch andere Heilwässer ersetzt werden!

 

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