Nieren und Blase |
Calcium-Oxalat-Steine |
| Die Feststellung einer urologischen
Indikation macht eine genaue Untersuchung des Nieren- und
Blasentraktes durch einen Fachmann erforderlich. Ist beim Patienten eine bestimmte
Störung der Nieren gefunden, muß deren Ursache erforscht werden. Oftmals ist die Passage
in den feinen Kanälen der Niere und den ableitenden Harnwegen nicht mehr möglich weil
sich durch Ablagerungen Steine gebildet haben und zu einem Verschluß geführt haben.
Einer der vielen Möglichkeiten können Calcium-Oxalatsteine sein. Das Aussehen dieser Steine ist oft verschieden. Es ist ein hartes, röntgenpositives Harnkonkrement aus Calciumoxalatmonohydrat oder Calciumoxalatdihydrat. Die Zusammensetzung dieser Nierensteine kann sehr unterschiedlich sein. Der Aufbau kann sowohl aus organischen wie aus anorganischen Substanzen erfolgen. Mehr als 60 Prozent aller Nierensteine sind Calcium-Oxalatsteine. Für die Entstehung ist ein Defekt im Calciumstoffwechsel verantwortlich Der genaue Mechanismus der Steinbildung ist nicht direkt bekannt. Allerdings gibt es eine Reihe von Theorien: 1. Ernährungsfehler: Neigt man zu Calcium-Oxalatsteinen ist eine genaue Diät erforderlich. In jedem Fall müssen Milch und deren gesamten weiteren Produkte gemieden werden. Gerade in der Milch ist sehr viel Calcium enthalten. Ebenso in Bananen. Die Aufnahme von Calcium ist auf ein Minimum zu reduzieren. Deshalb ist bei Nierenerkrankungen die Auswahl der Getränke von größter Bedeutung und sollte nicht unterschätzt werden. 2. Das chemische Gleichgewicht, wie z. B. das Säure-Basenverhältnis im Harn ist aus unbekannter Ursache gestört. 3. Unzureichender Abfluß des Harnes in einzelnen Abschnitten oder im gesamten Bereich des Harntraktes. 4. Permanenter Genuß von hartem, kalkhaltigem Trinkwasser. Eine Anfrage beim zuständigen Wasserwerk über den Härtegrad des Leitungswassers ist dringend erforderlich. Ist das Leitungswasser zu kalkhaltig und zu hart, muß auf weiteren Gebrauch des Trinkwassers unbedingt verzichtet werden. Lange Untersuchungen von Prof. Dr. Gunter Hildebrand und Prof. Dr. Christoph Gutenbrunner (seit 1982) am Institut für kurmedizinische Forschung und Balneologie in Bad Wildungen haben ergeben, daß das Wachstum der Steine fast ausschließlich während der Nachtstunden und da vornehmlich gegen 3 Uhr geschieht. Der Nachtharn, der in der Stoffwechselruhephase seine größte Konzentration an Salzen in den frühen Morgenstunden hat, begünstigt intensiv die Förderung und das Wachstum von Nierensteinen. Von allergrößtem Einfluß auf dieses Wachstum bzw. auf dessen Unterlassung, sind die Getränke, die der Patient zu sich nimmt. Ist das letzte Getränk vor dem Schlafengehen überdurchschnittlich kalkhaltig, wird das Wachstum von Calcium-Oxalatsteinen angeregt. Positive, d. h. wachstumshemmende Ergebnisse wurden erzielt, wenn der Patient kurmäßig ein geeignetes, rein natürliches Heilwasser mit viel Natriumhydrogencarbonat (NaHCO 3) oder aber ein extrem schwach natrium- oder calciumhaltiges Heilwasser trank.Die Anregung der Diurese mit einem naturbelassenen Heilwasser ist seit vielen Generationen bekannt. Gerade bei Calcium-Oxalatsteinen wird durch vermehrtes Trinken ein Wachstum der Steine weitgehend eingeschränkt, oft sogar verhindert. Ist dem Nachtharn durch ein geeignetes Heilwasser seine Aggressivität genommen, kann wegen der starken Verdünnung das Wachstum zum Stillstand kommen. Nicht zu unterschätzen ist die Bedeutung der Heilwasser-Haustrinkkur vor allem zur Nachbehandlung von Calcium-Oxalatsteinen. Wurden dem Patienten die Steine operativ entfernt, ist zur Vermeidung eines Rezidives die Heilwasser-Haustrinkkur mit einem geeigneten Heilwasser unerläßlich. Die Neubildung von Steinen wird in vielen Fällen verhindert. Geeignete Heilwässer bei Calcium-Oxalatsteinen sind: |
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Die Zuweisungen der Heilwässer zu den Anwendungen
sind nach bestem Wissen erarbeitet und dürfen nicht verändert
oder durch andere Heilwässer ersetzt werden!