Nieren und Blase

Blasensteine

 

Bei chronischen Beschwerden der Harnblase ist eine genaue Untersuchung notwendig, um eine exakte Diagnose stellen zu können. In vielen Fällen ist eine Blasenspiegelung erforderlich. Mit dem Zystoskop kann eine genaue Besichtigung des Blaseninneren vorgenommen werden.

So läßt sich auch der Zustand der Harnleitermündung ermitteln. Beim Mann kann auch die Größe und Form der Vorsteherdrüse (Prostata) beobachtet und beurteilt werden.

Während der zystoskopischen Untersuchung werden in vielen Fällen Blasensteine entdeckt. Bei den Blasensteinen (Calcus vesicar) gibt es zwei verschiedene Bildungsarten.

• 1. Es können Blasensteine direkt in der Harnblase entstehen.

• 2. Nierengrieß oder kleine Nierensteine wandern von den Nieren in die Harnblase.

Bei der Steinbildung in der Harnblase kann eine permanente, unzureichende Entleerung der Harnblase mitverantwortlich sein. Es kann aber auch eine Blasenkrankheit, wie z. B. eine chronische Blasenentzündung die Ursache sein. Dies muß genau ermittelt und behandelt werden.

Sind Ablagerungen in der Blase und handelt es sich um Nierengrieß oder kleine Nierensteine, so ist eine Heilwassertrinkkur schon oft ausreichend.

Diese Haustrinkkur sollte intensiv durchgeführt werden. Der Patient muß ein gegen Blasensteine geeignetes Heilwasser trinken, um einen Erfolg sicherzustellen. Die Haustrinkkur gliedert sich in zwei Teile. Während der ersten 30 Tage sollte der Patient soviel trinken wie es ihm möglich ist. Aber wenigstens 3 Liter pro Tag, besser ist sicherlich mehr. Die Harnblase füllt sich durch das verstärkte Trinken relativ schnell und der Drang zum Harnlassen stellt sich öfter ein. Der Urin sollte mit Druck aus der Harnblase gepreßt werden. Im günstigsten Fall bewegen sich die Steinchen vor den Harnblasenausgang, also hin zur Harnröhre, und werden durch den aufgestauten Wasserdruck durch die Harnröhre ausgespült. Der so erreichte natürliche Abgang von Nierengrieß oder kleinen Nierensteinen ist absolut keine Seltenheit.

Sind der Harngrieß bzw. die Harnsteinchen ausgeschwemmt, kann die Trinkmenge erheblich reduziert werden. Auch kann das Heilwasser gewechselt werden. Um eine erneute Reizung der Harnblase zu verhindern, sollte ein rein natürliches Heilwasser Daueranwendung finden. Als Dauergetränk ist ein Natriumhydrogencarbonat-Heilwasser (NaHCO3) empfehlenswert, da es entzündungshemmend wirkt und trotzdem die Nieren zu erhöhter Tätigkeit anregt.

Um einem möglichen Rezidiv vorzubeugen, muß das NaHCO3-Heilwasser ständig getrunken werden. Sicherheitshalber sollte 2 - 3 mal jährlich eine 30-Tage-Intensivtrinkkur durchgeführt werden. Die Trinkkur verhindert, daß sich kleinste Kristalle in der Harnblase absetzen und sich zu Steinen verdichten können. Selbst bei langjähriger Anwendung dieser Heilwässer sind keine Nebenwirkungen zu befürchten.

Sind die Blasensteine zu groß, um alleine durch eine Heilwassertrinkkur ausgeschwemmt zu werden, kann möglicherweise eine Steinzertrümmerung (Lithotripsie) als Therapie Anwendung finden. Wurde die Zertrümmerung durchgeführt, ist eine Heilwasser-Haustrinkkur mit einem geeigneten Heilwasser von großer Wichtigkeit. Die Trümmerreste werden wegen der erhöhten Flüssigkeitspassage direkt ausgeschwemmt. Selbst die allerkleinsten Kristalle werden ausgespült. Dies ist von großer Bedeutung, weil zurückgebliebene Kristalle als Wegbereiter zu einer erneuten Steinbildung aktiv werden können.

Auch in diesem Fall ist zuerst die 30-Tage-Trinkkur ebenso erforderlich, wie im Anschluß daran eine Daueranwendung mit einem naturbelassenen NaHCO3 Heilwasser. Eine ärztliche Überwachung ist dringend ratsam, damit eine erneute Steinbildung möglichst ausgeschlossen wird. Nebenwirkungen sind unbekannt. Geeignete Heilwässer zur akuten- und zur Dauerbehandlung bei Blasensteinen sind:

 
 
Zur akuten Behandlung

Bad Lauchstädter Heilbrunnen

Bad Wildunger Helenenquelle

Bad Wildunger Reinhardsquelle

 

Als Dauergetränk

Heilquelle Biskirchener Karlssprudel

Dunaris Heilbrunnen

Bad Lauchstädter Heilbrunnen

Bad Wildunger Helenenquelle

 

Die Zuweisungen der Heilwässer zu den Anwendungen

sind nach bestem Wissen erarbeitet und dürfen nicht verändert

oder durch andere Heilwässer ersetzt werden!

 

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