Nieren und Blase

Blasenentzündung

 
Im untersten Abschnitt des Bauchraumes hinter dem Schambein befindet sich die Harnblase. Sie ist ein Hohlorgan und verfügt über eine starke Muskelwand. Je nach Bedarf kann sich die Größe der Harnblase verändern. Dies ist abhängig von der Menge des Harnes, die sie aufzunehmen oder abzugeben hat.

Der Harn wird über zwei Harnleiter von den Nieren in die Harnblase geleitet. Die Ausleitung des Harnes erfolgt durch die Harnröhre. Die Harnröhre endet bei den Frauen oberhalb des Scheideneinganges, beim Mann im Penis. Dementsprechend haben Frauen eine wesentlich kürzere Harnröhre als Männer. Die wesentlich längere Harnröhre beim Mann bietet ihm einen erhöhten Schutz vor Erkältung und Infektionen durch Bakterien, was auch erklärt, daß Frauen viel häufiger an Blasenentzündungen erkranken als Männer.

Die Harnblasenentzündung ist die am häufigsten vorkommende Erkrankung des gesamten Harntraktes. Kinder sind dabei genauso anfällig wie Erwachsene.

Als Ursache einer Blasenentzündung gibt es viele Möglichkeiten. Vielfach tritt eine Infektion mit folgenden Krankheitserregern auf: Koli-Bakterien, Proteus-Bakterien und Streptokokken. Diese können von außen durch die Harnröhre in die Blase gelangen; aber auch von den Nieren, dem Darmtrakt oder durch die Blutbahn. In allen Fällen ist unbedingt der Arzt aufzusuchen. Es empfiehlt sich meist, einen Facharzt (Urologe) aufzusuchen. Urologen verfügen im Regelfall über ein eigenes Labor zur bakteriellen Harnuntersuchung und können binnen kürzester Zeit feststellen, ob ein bakterieller Befund vorliegt, und wenn ja, um welche Bakterien es sich handelt. Eine sichere Diagnose kann gestellt werden und entsprechend kann die Therapie unverzüglich in Angriff genommen werden.

Man unterscheidet bei der Blasenentzündung im wesentlichen drei Formen.

• 1. Die akute Harnblasenentzündung. Dabei treten die Reizungen der Blase oft spontan auf. Es kommt zu verstärktem Drang zum Harnlassen, mit schmerzhaftem Brennen. Gelegentlich kann auch Blut oder Eiter im Harn enthalten sein.

• 2. Die chronische Harnblasenentzündung. Es besteht vom Krankheitsbild kein wesentlicher Unterschied zu der akuten Erkrankung. Die Merkmale sind aber nicht so sehr ausgeprägt. Oft geht bei einer chronischen Blasenentzündung eine andere Krankheit der Nieren oder der ableitenden Harnwege einher.

• 3. Die interstitielle Harnblasenentzündung. Sie befällt hauptsächlich Frauen. Die Blasenwand verdickt sich deutlich und es tritt ein vermindertes Fassungsvermögen der Harnblase ein.

Die Behandlung der Blasenentzündung ist meist problemlos. Ist die Erkrankung auf Unterkühlung zurückzuführen, ist eine Heilung meist durch entsprechende Wärmezufuhr zu erreichen. Bei infektiöser Erkrankung, ob chronisch oder akut, bedarf es allerdings einer längeren Behandlung. Neben Bettruhe, Antibiotika und einer reizlosen Diät, ist eine Trinkkur mit einem rein natürlichen Heilwasser erforderlich.

Calciummangel ist in vielen Fällen eine Begleiterscheinung. In chronischen Fällen, wie sie doch sehr oft auftreten, ist eine medikamentöse Behandlung unumgänglich. In diese Therapie sollte dringend ein Heilwasser einbezogen werden. Zum einen sorgt es für eine gute Durchspülung der Nieren, der ableitenden Harnwege und der Harnblase. Zum anderen versorgt es den gesamten Organismus mit wertvollen Mineralien. Eine nicht behandelte Blasenentzündung stellt immer eine Gefahr für die Niere dar. Bei ausreichend großzügiger Trinkmenge wird gleichzeitig verhindert, daß eine drohende Nierenerkrankung, möglicherweise sogar mit Steinbildung, entsteht. Die entzündungshemmende Eigenschaft eines geeigneten Heilwassers begünstigt in den meisten Fällen den Krankheitsverlauf. Wie so oft, kann auch bei einer Blasenentzündung bei Daueranwendung ein Rezidiv verhindert werden. Bestens geeignet sind:

 
Bad Lauchstädter Heilbrunnen

Heilquelle Biskirchener Karlssprudel

Dunaris Heilbrunnen

 

Bad Wildunger Helenenquelle

Bad Wildunger Reinhardsquelle

Kaiser Friedrich Heilquelle

Bad Driburger Caspar Heinrich Quelle

 

Die Zuweisungen der Heilwässer zu den Anwendungen

sind nach bestem Wissen erarbeitet und dürfen nicht verändert

oder durch andere Heilwässer ersetzt werden!

 

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