Magen und Darm |
Über- und Untersäuerung (Sodbrennen) |
| Der normale Magen bildet in
seinen Zellen Salzsäure, die bei der Verdauung mitwirkt. Voraussetzung für einen geregelten Säurehaushalt im Magen ist unter anderem das Mineral "Natrium", weil es die Eigenschaft hat, sich mit anderen Anionen zu basischen Substanzen zu verbinden. Bevor das Natrium in den natürlichen Heilwässern sich zu der sehr komplizierten Verbindung "Kochsalz" (Natrium-Chlorid (NaCl)) verbindet, sind andere wichtige Verbindungen entstanden, die für den Säurehaushalt und für die Schleimhäute von signifikanter Bedeutung sind. Die Natur geht prinzipiell den einfachsten Weg. Deshalb findet man in naturbelassenen Heilwässern meist die Verbindung Natriumhydrogencarbonat (NaHCO 3) auch Bicarbonat oder einfach Natron genannt. Dieses Natron regelt im menschlichen Körper neben anderen wichtigen Vorgängen auch das Verhältnis der Magensäure.Produziert der Magen zuviel Magensäure, kommt es leicht zu Sodbrennen. Dieser Zustand kann mit einem geeigneten Heilwasser augenblicklich aufgehoben werden. Einige Heilwässer wirken geradezu als Puffer auf den Säurehaushalt. Das heißt, sie alkalisieren die überschüssige Magensäure, regen bei Säuremangel die Magenzellen zur Säureerzeugung an. Übersäuerung kann viele Ursachen haben. Oft ist die Ursache im seelischen Bereich zu finden. Der unausgeglichene, energische und dynamische Typ neigt eher dazu, viel Magensäure zu produzieren, als der ruhige und gelassene Typ. Kommt er in eine ruhige Lebensphase, geht der erhöhte Säurespiegel im Magen oft von selbst zurück. Entzündungen der Magenschleimhaut klingen ab. Ein wichtiger Faktor stellt eine richtige Ernährung dar. Vor allem allzu reichliche Nahrung ist zu vermeiden. Die sonst aufkommende Überbelastung des Magens verhindert jeglich Besserung des Sodbrennens. Der Erkrankte ist auf eine natriumhaltige - nicht zu verwechseln mit zu kochsalzhaltiger Ernährung angewiesen. Dabei müßten stark säurehaltige Lebensmittel unbedingt vermieden werden. Ebenso z. B. Zitrusfrüchte und Säfte aus Zitrusfrüchten, kohlensäure- und zuckerhaltige Limonaden, Zucker und zuckerhaltige Backwaren, Schokolade und andere Süßigkeiten sollten nicht auf dem Speiseplan stehen. Dies gilt nicht nur für Übersäuerung, sondern auch bei Säuremangel, weil in jedem Fall eine Reizung der Magenschleimhaut stattfindet. Meist leiden die Erkrankten an einer allgemeinen Störung des Säurehaushaltes im Magen. Mit jeder Nahrungszufuhr geben die Drüsen eine bestimmte Menge Säure ab. Ist das Säure- Basenverhältnis im Magen gestört, genügt oft schon ein kleiner Anreiz zur unkontrollierten Säurebildung. Die Getränke sind nicht ohne Einfluß und bedürfen einer besonderen Auswahl. Zur Aufrechterhaltung des optimalen Säure-basenverhältnisses ist die Anwendung eines naturbelassenen Heilwassers mit hohem Anteil an Natriumhydrogencarbonat sehr zu empfehlen. Trinkt man ein typisches, rein natürliches Heilwasser kann dies problemlos zur Stabilisierung des Säurehaushaltes führen. Sodbrennen infolge Übersäuerung verschwindet augenblicklich. Der Vorteil einer solchen Heilwassertrinkkur liegt deutlich auf der Hand. Zum einen wird das Säuregleichgewicht geregelt, zum anderen wird durch die Flüssigkeitszufuhr der gesamte Stoffwechsel, die Nierentätigkeit und die Verdauung auf milde und bekömmliche Art angeregt. Als Minimum werden 1.000 mg NaHCO 3 je Kilogramm Heilwasser angesehen, um einen erfolgreichen Verlauf zu garantieren. Wegen der sehr guten Verträglichkeit des Heilwassers ist eine Daueranwendung sehr empfehlenswert. Nebenwirkungen sind grundsätzlich keine zu befürchten. Hervorragend bewährt haben sich zur direkten Behandlung und auch zur Vorbeugung: |
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Die Zuweisungen der Heilwässer zu den Anwendungen
sind nach bestem Wissen erarbeitet und dürfen nicht verändert
oder durch andere Heilwässer ersetzt werden!