Magen und Darm

Darmträgheit - leicht

 
Bereits in jungen Jahren erleben viele Menschen die Probleme einer Verdauungsstörung. Leider wird dann der Erkrankung nicht die notwendige Aufmerksamkeit entgegengebracht. Die Störung wird als kleines Übel hingenommen. Es sollte aber dringend beobachtet werden, ob das Ausbleiben des Stuhlganges ein einmaliges oder wenigstens sehr seltenes Erscheinungsbild ist. Fast immer wird der Anfang einer Verdauungsstörung ignoriert. An Spätfolgen wird nicht oder nur kaum gedacht.

Statt gerade dann auf eine vernünftige, ballaststoffhaltige und nicht zu reichliche Ernährung zu achten, wird viel zu viel und viel zu hastig gegessen und viel zu wenig, vor allem bei den Frauen, getrunken. Vermehrte Flüssigkeitszufuhr ist in diesen Fällen jedoch von großer Wichtigkeit.

Wasser dient ja nicht nur als Flüssigkeit gegen den Durst. Durst ist nur das letzte Alarmsignal des Körpers, daß er im Moment über zu wenig Flüssigkeit verfügt. Wasser ist vor allem das Transportmittel im menschlichen Körper schlechthin. Alle Verdauungsenzyme werden durch die Flüssigkeit im Darm befördert, dann erst werden sie aktiv.

Seit einigen Jahren ist eine Meinung in Deutschland (sonst in keinem anderen Land der Erde!!) vorherrschend, deren negative Auswirkungen den Verdauungsstörungen (in anderen Bereichen des Organismus ebenso!) erheblichen Vorschub leisten können. Es geht um das absolut lebensnotwendige Mineral "Natrium". Von allen Seiten wird unsinnigerweise empfohlen, die Natriumzufuhr in allen Formen zu vermeiden. Und dies ist ein verhängnisvoller Irrtum, der auf keinerlei wissenschaftlichen Erkenntnissen basiert, sondern von irgendwelchen Geschäftemachern in die Welt gesetzt wurde, die mit natriumfreien bzw. natriumarmen Produkten und Wässern sich eine goldene Nase verdienen wollen.

Kochsalz ist die chemische Verbindung Natriumchlorid (NaCl). Der Konsum von Kochsalz ist bei einigen Menschen zu hoch und sollte von diesen entsprechend reduziert werden. Dies gilt nicht für die anderen wichtigen Natriumverbindungen. Natrium - in den Verbindungen Natrium-Hydrogencarbonat (NaHCO3) und Natriumsulfat (Na2SO4) - ist jedoch für dem gesamten Verdauungsapparat unentbehrlich. Wird auf ausreichende Zufuhr verzichtet, leistet man einer habituellen Obstipation verstärkt Aufschwung.

Daß ausreichendes Trinken eines geeigneten Heilwassers bei leichter Darmträgheit oft schon Besserung bringt, ist eine Tatsache, aber weitgehend unbekannt. Dabei leisten Glaubersalzquellen erstaunlich wertvolle Dienste. Diese rein natürlichen Heilwässer (das Glaubersalz ist vollkommen naturbelassen enthalten und nicht zusätzlich beigemengt) müssen leicht angewärmt und vor dem Essen getrunken werden. Somit ist eine rasche Resorption durch den Darm gewährleistet. Der Darm trocknet nicht aus, und die Peristaltik (Eigenbewegung des Darmes) wird wieder normalisiert.

Verhärtungen des Stuhlganges im Enddarm werden vermieden, der Stuhlgang bleibt geschmeidig, Darmfissuren bleiben gänzlich aus. Hämorrhoiden klingen rasch ab oder entstehen erst gar nicht.

Gewichtszunahmen wegen unzureichender Verdauung gehören der Vergangenheit an. Regelmäßiges Trinken der natürlichen Heilwässer, vor allem in den ersten Wochen der Behandlung, ist unbedingt Voraussetzung. Im Darm müssen die Schleimhäute erst wieder aktiviert werden, damit die Flexibilität der Darmwände wieder hergestellt wird. Die natürlichen Substanzen Na2SO4 und NaHCO3 in den Heilwässern fördern die Schleimabgabe der betroffenen Schleimwände und sorgen für eine bestmögliche Passage des Darminhaltes. Nur wenn der Darm genügend feucht ist, kommt die Peristaltik in Gange und wird aufrechterhalten. Eine sichere und schonende Darmentleerung stellt sich schon nach kurzer Zeit ein.

Es sollte nicht unerwähnt bleiben, daß andere Naturheilmittel zur Behebung von Darmträgheit nicht immer das Gelbe vom Ei sind. Leinsamen als Ballaststoff regt anfangs zwar den Reiz zur Darmentleerung, braucht zum Aufquellen für sich selbst enorme Mengen Flüssigkeit. Diese Flüssigkeit wird bei der Darmentleerung ausgeschieden und die Austrocknung des Darmes beginnt nicht nur von neuem, sondern wird durch den vorangegangen Flüssigkeitsverlust begünstigt. Andere Ballaststoffe verfahren ähnlich. Sie dienen dem Darm nur bei Beginn der Behandlung, beheben, im Gegensatz zu den naturbelassenen Heilwässern, das eigentliche Problem nicht. Heilwässer können bei Bedarf dauerhaft angewendet werden. Geeignete Heilwässer bei leichter Darmträgheit sind:

 
Bad Mergentheimer Karlsquelle

Die Zuweisungen der Heilwässer zu den Anwendungen

sind nach bestem Wissen erarbeitet und dürfen nicht verändert

oder durch andere Heilwässer ersetzt werden!

 

Zurück zur Auswahl Magen und Darm