Magen und Darm

Darmträgheit - chronisch

 
Der Beginn einer chronischen Verdauungsstörung vollzieht sich beinahe unmerklich. Dementsprechend schwierig ist es, eine bestehende Stuhlverstopfung in einen Grad der Schwere einzureihen. Zu irgendeinem Zeitpunkt bleibt der gewohnte Stuhlgang aus. Dies wäre an sich nicht besonders schlimm. Aber von Zeit zu Zeit wiederholt sich dieses Ausbleiben. Die Abstände werden geringer und plötzlich wird einem bewußt, daß man an einer chronischen Stuhlverstopfung leidet.

Nimmt man ein beliebiges Abführmittel, läßt sich die Unpäßlichkeit leicht einrenken. Aber nur für einen relativ kurzen Zeitraum. Dann beginnt es wieder mit einem ersten Ausbleiben des Stuhlganges, trotz Einnahme von Abführmitteln. Eine Erhöhung der Dosis verschafft jedoch den gewünschten Effekt.

Es beginnt ein Teufelskreis. Die Dosis des Abführmittels muß immer wieder erhöht werden, um Stuhlgang zu haben. Nach einiger Zeit helfen die gewohnten Medikamente nicht mehr. Die Verdauungsstörung muß jetzt als chronisch bezeichnet werden. Sie ist keine Kleinigkeit und sollte mit einem Arzt besprochen werden.

In der Regel hat man nur den akuten Zustand der Verdauungsstörung verändert, indem man einen Stuhlgang auf eine nicht natürliche Art herbeigeführt hat. Die Ursache der Darmträgheit bleibt unerforscht und im eigentlichen Sinn unbehandelt. Eine Heilung auf Dauer kann auf diese Weise nicht erreicht werden. Dazu muß wesentlich mehr getan werden.

Zuerst sollte die Ernährung umgestellt werden. Meist ist dann auch mit schlackenreicher Kost alleine keine Besserung zu erzielen. Auffallend ist, wie Befragungen zeigten, daß die Erkrankten vielfach zu wenig Flüssigkeit zu sich nahmen. Und dies oft über viele Jahre hinweg. Aber gerade der Darm braucht zur Aufrechterhaltung seiner Funktionen sehr viel Flüssigkeit.

Um den daraus resultierenden Flüssigkeitsmangel auszugleichen und gleichzeitig eine sinnvolle Darmentleerung herbeizuführen, sollte eine Haustrinkkur mit zwei verschiedenen rein natürlichen Heilwässern durchgeführt werden. Glücklicherweise sind solche Heilwässer in Apotheken oder den speziellen Heilbrunnen-Fachhandlungen vorrätig und stehen jederzeit den Patienten zur Verfügung. Als direktes Therapeutikum sind starke, etwas bittere Natrium-Sulfat-Heilquellen besonders empfehlenswert. Sie sind mit ihren natürlichen Gehalt an Glaubersalz äußerst wirksam. Sie müssen vor dem Frühstück, etwas angewärmt, getrunken werden. Allerdings schmecken sie anfänglich nicht besonders gut. Etwas salzig und leicht bitter. Nach einigen Tagen gewöhnt man sich an den Geschmack sehr gut und der weiteren Verwendung steht nichts mehr im Wege.

Als Durstgetränk empfiehlt sie ein Natrium-Hydrogencarbonat-Heilwasser. Der Vorteil dieser natürlichen Heilwässer ist, daß sie die Schleimhäute schonen, entzündungshemmend wirken und die Schleimabgabe im Darm fördern. Dabei wird die Eigenbewegung des Darmes angeregt und gefördert. Nicht zu unterschätzen ist die gleichzeitige Unterstützung der Magentätigkeit. Der Säurehaushalt des Magens wird ständig gepuffert, d. h. in einen fast neutralen Zustand gebracht. Überschüssige Magensäureproduktion wird ebenso verhindert wie die Unterproduktion.

Funktioniert der Darm wieder normal, kann auf das Natrium-Sulfat-Heilwasser (Na2SO4) verzichtet werden. Auf das Natrium-Hydrogencarbonat-Heilwasser (NaHCO3) sollte man jedoch nicht verzichten. Es verhindert bei Dauerbehandlung die gefürchtete Austrocknung des Darmes und somit einen Neubeginn der chronischen Verstopfung. Hier wird besonders deutlich, daß Vorbeugung besser als Heilung ist.

Gerade bei Erkrankungen des Darmes ist es wichtig, natriumhaltige Heilwässer zu trinken. Nur sie können die Darmfunktion auf Dauer aufrechterhalten. Natriumarme Heilwässer sind zudem sehr sauer. Der PH-Wert solcher Wässer liegt meist unter dem Wert 5. Geeignete Heilwässer mit zuverlässiger Heilwirkung bei einer chronischen Darmträgheit sind:

NaHCO3 - Heilwässer

Heilquelle Biskirchener Karlssprudel

Dunaris Heilbrunnen

Na2SO4 - Heilwässer

Bad Mergentheimer Karlsquelle

Die Zuweisungen der Heilwässer zu den Anwendungen

sind nach bestem Wissen erarbeitet und dürfen nicht verändert

oder durch andere Heilwässer ersetzt werden!

 

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