Leber und Galle

Allgemein

 
Leber, Gallenblase und Gallenwege bilden mit dem Dickdarm und der Milz eine Einheit (Pfortadersystem) zur Verwertung der Nahrung.

Die Leber selbst ist das Zentralorgan. Sie stellt mit einem Gewicht von etwa 1,5 kg die größte Drüse des Verdauungstraktes und des gesamten Körpers überhaupt dar. Sie liegt im oberen Teil der Bauchhöhle unter dem Zwerchfell. Im wesentlichen besteht die Leber aus zwei Lappen, wobei der rechte Leberlappen ungefähr dreimal so groß ist wie der linke. Normalerweise ist die Leber glatt und weich. Durch Krankheit kann sich eine unregelmäßige Oberfläche bilden. Auch Vergrößerung und Verhärtung, Schrumpfung oder Fetteinlagerungen sind ein sicheres Zeichen für eine Erkrankung. Vorgenannte Veränderungen des Lebergewebes werden von den Patienten selten am Beginn der Krankheit bemerkt. Meist wird der Arzt erst dann konsultiert, wenn hinreichende Beschwerden den Patienten belasten.

Die Funktionen der Leber sind sehr vielseitig. Alle Aufgaben dieses Organes aufzuzählen, ist an dieser Stelle unmöglich. Zum allgemeinen Verständnis die umfangreiche Tätigkeit der Leber verständlich zu machen, ein kurzer Hinweis auf die wichtigsten Leberfunktionen:

1. Aufrechterhaltung und Steuerung vieler Stoffwechselvorgänge.

2. Aufnahme des nährstoffreichen Blutes aus dem Pfortadersystem (venöses Blut mit Nährstoffen, die aus dem Darmvolumen resorbiert wurden).

3. Erzeugung und Speicherung von Eiweißkörpern zur Steuerung des Eiweißstoffwechsels.

4. Speichern von Zucker und Regulierung der Blutzuckermenge.

5. Entgiftung des Körpers.

6. Verwertung von Fetten.

7. Bereitung der Gallensalze und der Gallenflüssigkeit.

8. Regulierung des Stickstoffhaushaltes.

9. Bildung von Substanzen, die bei der Blutgerinnung eine sehr wichtige Rolle spielen.

10. Erzeugung von Stoffen die bei der Blutbildung bedeutend sind.Die Funktion der Leber ließe sich noch lange fortsetzen. Gerade dieses enorme Tätigkeitsfeld zeigt, wie wichtig es ist, dieses Organ pfleglich zu behandeln und nicht zu mißbrauchen.

Die gesamte Blutversorgung (ca. 1.500 ml/min) der Leber erfolgt zu 75 Prozent aus der Pfortader und zu 25 Prozent aus der Leberarterie. Die feinsten Äste beider Gefäßsysteme, die terminalen Venolen der Pfortader und die terminalen Arteriolen der Leberarterien, verzweigen sich bis in die einzelnen Leberläppchen. Die Leber wird auch von feinen Lymphgefäßen drainiert.

Die Gallenwege beginnen als feine Gallencanaliculi, die durch die anliegenden Leberzellen gebildet werden. Diese Kanälchen enden in der Gallenblase. Dort sammelt sich die Gallenflüssigkeit und wird konzentriert. Bei Bedarf wird die Gallenflüssigkeit durch den Gallengang in den Dünndarm abgegeben. Der Gallengang mündet gemeinsam mit dem Ausführungsgang der Bauchspeicheldrüse an der sogenannten Vaterschen Papille in den Zwölffingerdarm.

Störungen und Erkrankungen der Leber und der Galle sind relativ häufig. In den meisten Fällen ist ärztliche Behandlung erforderlich. Zur Unterstützung einer erfolgreichen Therapie ist die Verordnung eines naturbelassenen Heilwassers dringend erforderlich. Gerade bei diesen Indikationen sind großartige Heilerfolge durch Heilwassertrinkkuren zu verzeichnen. Alleine die Tatsache, daß in den staatlichen Heilbädern Bad Kissingen, Bad Mergentheim und Bad Hersfeld Therapien erfolgreich durchgeführt werden, die nur aus Heilwassertrinkkuren und einer entsprechenden Diät bestehen, sprechen für dieses wundervolle und einmalige Naturheilmittel - Heilwasser. Geeignete Heilwässer bei Erkrankungen von Leber und Galle sind:

 
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