Knochen |
Osteoporose |
| Zu Beginn des Wachstums wird ein solider Knochenaufbau gebildet. Erst in einer späteren,
der zweiten Entwicklungsphase, treten in den Knochen durch die sogenannten Osteozyten
Knochenhöhlen (Lancunae Osseae) auf, die insbesonders in den langen Röhrenknochen
erhebliche Gewichtseinbuße bei nur sehr geringem Stabilitätsverlust bewirken. Es
entsteht ein stabiles Hohlraumsystem. Die Natur demonstriert hierbei die Grundprinzipien
der allgemeinen Architektur. Die im Zentrum des Knochengewebes entstandenen Hohlräume werden mit Knochenmark ausgefüllt, in dem die Bildung der Blutzellen stattfindet. Die an der Bildung der Knochen beteiligten Zellen (die Osteoblasten) haben einen direkten Gegenspieler. Diese Zellen (die Osteoklasten) sorgen für den Abbau der Knochen. Es mag verwundern, daß es extra Zellen in den Knochen gibt, die dafür sorgen, daß die Knochensubstanz sich verringert. Da die Osteoblasten ständig mit der Neubildung von Knochensubstanz betraut sind, ist es notwendig, daß andere Zellen die geschwächte Knochensubstanz abbauen, abtragen und über einen bestimmten Stoffwechselvorgang auch ausscheiden. Wären die Osteoklasten nicht vorhanden, würde das menschliche Knochengerüst immer größer, dicker und schwerer. Unförmige Auswucherungen wären nur der Anfang. Das Ende wäre Bewegungsunfähigkeit. Deshalb ist die Aufgabe der Osteoklasten nicht zu unterschätzen. Die Arbeit der beiden Zellen muß aber in einem ausgeglichenen Verhältnis stehen. Nehmen die Osteoklasten ihre Tätigkeit verstärkt auf und verlieren die Osteoblasten an Aktivität, wird mehr Knochensubstanz abgebaut als erneuert. Die Osteoporose hat ihr vernichtendes Werk begonnen. Der Schwund des Knochens zeichnet sich vor allem durch den Abbau der Kompakta von innen und grobmaschiger Erweiterung der Markräume aus. Die Osteoporose befällt vor allem Frauen in der zweiten Lebenshälfte, vor allem mit Beginn der Menopause. Die Ursache ist vor allem in der Verringerung der Hormonproduktion - und hier vor allem des Östrogens - und der damit verbundenen Störung des Calcium-Phosphatstoffwechsels zu suchen. Die Ätiologie der primären Osteoporose ist wahrscheinlich auf mehrere Störungen zurückzuführen. Zu den wesentlichen Faktoren gehören mangelnde Entwicklung der Knochenmasse in jungen Jahren. Beschleunigung des altersabhängigen Knochenverlustes, gesteigerter Empfindlichkeit gegen das entogen gebildete Parathormon, gestörte intestinale Calciumresorption. Patienten mit unkomplizierter Osteoporose können asymptomatisch bleiben; meistens treten Knochenschmerzen auf, besonders an der Wirbelsäule. Eine weitere Folge ist die Verringerung der Belastbarkeit der Knochen. Vorliegender Kalkmangel vermindert die Knochenfestigkeit, die Knochen verglasen, und der Betroffene erleidet relativ schnell Knochenbrüche. Zur therapeutischen Vorbehandlung sollte der Patient sich möglichst viel bewegen. Es ist keine neue Erkenntnis, daß bereits Mädchen ab der Pubertät, und erst recht junge Frauen, versuchen sollen, soviel wie nur möglich an Calcium mit der Nahrung und den Getränken aufzunehmen, damit sich, in Zusammenarbeit mit Magnesium, Natrium-Hydrogencarbonat, Phosphat und Vitamin D, Knochensubstanz bilden und einlagern kann. Leider werden aus einem unerklärlichen Grund den Mineralien in den naturbelassenen Heilwässern zu wenig Beachtung geschenkt. Mineralien sind gerade in gelöster Form, also so wie sie in den Heilwässern vorkommen, der idealste Baustein, denn Heilwässer sind das natürlichste aller Naturheilmittel. Zur Mineralienversorgung haben sich die natürlichen Heilwässer schon im Altertum bewährt. Leider sind diese Erkenntnisse ins Abseits gedrängt worden. Um der Osteoporose schon vor seiner Entstehung entgegenzuwirken, sollten bereits junge Mädchen und alle Frauen vor dem Klimakterium ein geeignetes, rein natürliches Heilwasser trinken. So haben sie gute Aussichten, in späteren Jahren, mit Beginn der Menopause, über genügend Knochenmasse zu verfügen. Man kann es nicht oft genug sagen: "Vorbeugen ist eben besser als heilen". Ist die Osteoporose bereits fortgeschritten, sollte ein geeignetes Heilwasser zu Unterstützung der Therapie ständig getrunken werden. Belastende Nebenwirkungen sind nicht zu befürchten. |
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