Knochen

Renale Osteopathie

 
Die Knochenstabilität ist abhängig von der Struktur des Knochengewebes. So sind unterschiedliche Knochendichten in verschiedenen Bereichen absolut normal. Nur muß die Knochendichte genau auf die Erfordernisse ausgerichtet sein. Auch sind die Verbindungen der Knochen unterschiedlich gestaltet. Die bindegewebigen Knochenverbindungen oder Haften findet man unter anderem an der Wirbelsäule, Kreuzbein, Becken und Schädel. Diese Knochenverbindungen besitzen keine synoviale Gelenkkapsel, die Knochen werden vielmehr durch festes Bindegewebe miteinander verbunden (Bandhaften). Sie können im Laufe des Wachstums verknöchern (Knochenhaften, zum Beispiel am Schädel), oder es können Knorpelscheiben zwischengelagert sein (Knorpelhaften, zum Beispiel an der Wirbelsäule), die mehr Beweglichkeit erlauben.

Bei der Bildung und Stabilisierung des Knochengewebes, der Knorpel und der Haften spielt die Funktion der Nieren eine wesentliche Rolle. Eine Niereninsuffienz kann die Entwicklung des Knochenaufbaues erheblich beeinflussen. Die Knochenzellen, Osteoblasten und Osteoklasten, können durch nicht richtig funktionierende Nieren in ihrem Verhältnis zueinander gestört werden. Die Folge solcher Störungen sind möglicherweise Fehlentwicklungen beim Aufbau und Wachstum des Skeletts.

Meist treten Nierenerkrankungen erst nach der endgültigen Skelettbildung auf. Die Knochen werden aber zeitlebens durch die Osteoblasten aufgebaut und durch die Osteoklasten abgebaut. Dieser Vorgang muß in einem bestimmten Verhältnis stehen, damit weder Knochenauswüchse noch Knochenentkalkungen geschehen. Knochenerkrankungen beeinflussen diesen Ablauf enorm. Bei der renalen Osteopathie wird dieser Ablauf gestört. Obwohl es sich um eine Erkrankung der Knochen handelt, liegt im eigentlichen Sinn eine Nierenerkrankung vor. Diese bewirkt, daß der Calcium-Phosphat-Stoffwechsel in Unordnung gerät und zu extraossärer Verkalkung führt.

Ursachen sind Phosphatrückhaltung infolge zunehmender Einschränkung der Filtration in der Vorharnstufe. Dies führt letztlich zu einer permanenten Störung des Vitamin D-Stoffwechsels mit zunehmender Zerstörung der Zellen des Nierengewebes (Nierenparenchyms). Die komplizierte Umwandlung des in der Leber gebildeten Vitamin D in eine wichtige Verbindung findet nicht mehr statt. Dadurch wird ein calciumbindendes Protein nicht mehr produziert. Somit kommt es zu einer Entkalkung (Hypocalcämie) und einer Überversorgung an Phosphat (Hyperphosphatämie). Vor allem die Calciumresorption aus dem Darm funktioniert nur unzureichend.

Das Krankheitsbild bei einer renalen Osteopathie ist nicht immer gleich. Es können ähnliche Symptome auftreten wie bei der Osteoporose, zum Beispiel Neigung zu Knochenbrüchen, Schmerzen im Wirbelsäulebereich, Beschwerden beim Bewegungsablauf. Bei einer renalbedingten extraossären Osteopathie unterscheidet man zwischen Gefäßverkalkung, Organverkalkung und Weichteilverkalkung. In allen Fällen ist ärztliche Behandlung dringend erforderlich. Hat der Arzt die richtige Diagnose gestellt und die Therapie begonnen, sollten entsprechende rein natürliche Heilwässer in die Therapie einbezogen werden. Da die Krankheit verschiedene Ursachen und Verläufe haben kann ist die Auswahl des Heilwassers besonders entscheidend. Hier wird ganz klar, wie wichtig richtige Beratung ist. Erstens vom Arzt und zweitens vom Heilbrunnen-Fachhändler.

Bei der Entkalkung des Knochengewebes sind Heilwässer mit einem hohen Anteil an Calcium erforderlich. Wichtig ist, daß diese Wässer auch über genügend Magnesium verfügen, damit eine optimale Resorption gewährleistet ist. Mit dem Heilwasser werden dem Patienten die für ihn so wichtigen Mineralien in gelöster Form geboten. Durch regelmäßiges Trinken wird eine Verbesserung des Calciumspiegels erreicht.

Bei der renalen extraossären Osteopathie muß ein Heilwasser getrunken werden, das die Nieren zur Ausschwemmung veranlaßt. Durch eine erhöhte Trinkmenge, das richtige Heilwasser vorausgesetzt, wird eine höhere Diurese, erreicht und die Ablagerungen können ausgespült werden. Heilwässer mit hohem Phosphatanteil sind auf jeden Fall zu meiden.

Ärztliche Behandlung ist unumgänglich. Zur allgemeinen Therapieunterstützung sind bestimmte Heilwässer von signifikanter Bedeutung und zeichnen sich durch einen hohen Wirkungsgrad ohne Nebenwirkungen aus.

 
Geeignete Heilwässer bei Entkalkung durch renale Osteopathie

Bad Wildunger Helenenquelle

Heilquelle Biskirchener Karlssprudel

Bad Driburger Caspar Heinrich Quelle

Geeignets Heilwasser bei extraossärer Verkalkung infolge  renaler Osteopathie

 

Bad Lauchstädter Heilbrunnen

 

Die Zuweisungen der Heilwässer zu den Anwendungen

sind nach bestem Wissen erarbeitet und dürfen nicht verändert

oder durch andere Heilwässer ersetzt werden!

 

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