Knochen

Osteomalazie

 
Es mag vielleicht überraschen, daß ein neugeborenes Kind mehr Knochen besitzt als ein erwachsener Mensch. Bei der Geburt besteht das kleine Skelett aus etwa 350 Knochen. Mit dem weiteren Wachstum verwachsen etliche von ihnen zu größeren Knocheneinheiten. Der Schädel des Säuglings ist dafür ein sehr gutes Beispiel. Während der Geburt muß er den engen Geburtskanal passieren. Wäre er so fest wie der Schädel eines Erwachsenen, könnte er unmöglich durch das mütterliche Becken hindurchtreten. Die beiden Fontanellen, an denen die Schädelknochen noch nicht zusammengewachsen sind, und die noch flexiblen Haften zwischen den einzelnen Schädelknochen ermöglichen eine ausreichende Anpassung des Säuglingsschädels an den Geburtskanal.

Nach Abschluß des Knochenwachstums besteht das Knochengerüst aus 206 Knochen. Ständig wird durch die Osteoblasten neue Knochensubstanz gebildet. Aber auch ein Knochenabbau ist ständig im Gange. Verantwortlich dafür sind die sogenannten Osteoklasten. Ist das Arbeitsverhältnis dieser beiden Knochenzellenarten ausgeglichen und der Mineralienhaushalt in Ordnung, ist im Regelfalle auch das Knochengewebe gesund. Es gibt zwar eine Reihe von Knochenerkrankungen, bei denen auch bei regulärer Zellstruktur Probleme auftreten, die sind aber relativ selten.

Zur Stabilisierung der Knochensubstanz ist eine ausreichende Versorgung mit Calcium, Phosphat und Vitamin D Grundvoraussetzung. Auch Magnesium spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle im verantwortlichen Stoffwechselsystem.

Eine besondere Form der Knochenkrankheiten stellt die Osteomalazie dar. Bei dieser Krankheit handelt es sich, entgegen der Osteoporose, um eine Verweichung der Knochenmasse. Die Knochenerweichung bewirkt eine generelle Skelettveränderung mit unzureichender Mineralisation der Grundsubstanz infolge Calcium- und Phosphat-Minderangebotes oder -entzuges bei gleichzeitigem Vitamin D-Mangel. Ursache ist ein Mangel an aktivem 1,25 (OH)2 Cholecalficerol (Vitamin D-Hormon), dessen es für eine ausreichende Osteoidverkalkung, die Mineraldeposition, bedarf. Mängel durch unzureichende Zufuhr mit den Fetten der Nahrung und ungenügende Bildung in der Haut, durch Störungen der Umwandlung der Vorstufe in Leber, Darmschleimhaut und insbesondere in den Nieren.

Als weitere Ursache werden einseitige Ernährung, aber auch Nierenleiden angenommen, wobei fast nur Frauen betroffen sind. Liegt ein Nierenleiden vor, so muß dies selbstverständlich behandelt werden. Liegt kein Nierenleiden vor, muß die Ernährung sofort umgestellt werden. Dies läßt zweifelsfrei erkennen, daß auch bei Osteomalazie eine Mangelerscheinung vorliegt, deren Ursache bereits in den Jugendjahren zu finden ist.

Rein natürliche Heilwässer helfen da besonders gut. Ein geeignetes Heilwasser verfügt über ausreichend Calcium und Magnesium, sowie Phosphat. Gleichzeitig wird der Körper mit weiteren wertvollen Mineralien versorgt.

Da die Osteomalazie möglicherweise dieselben Ursachen wie die Osteoporose hat, sind sich die Therapien sehr ähnlich. Warum ein Patient mit denselben Symptomen in der Zeit vor dem Ausbruch der Krankheit an Osteoporose erkrankt, der andere hingegen an Osteomalazie, ist bis heute ungeklärt. Auf jeden Fall ist es wichtig, daß bereits Mädchen spätestens mit beginnender Geschlechtsreife auf eine mineralreiche Ernährung achten müssen, um möglichst viel Knochensubstanz einzulagern, praktisch als Reserve fürs Alter.

Hierzu sind mineralhaltige, rein natürliche Heilwässer die beste Empfehlung. Neben den bereits erwähnten Mineralien für den Knochenaufbau und zur Knochenerhaltung werden noch Eisen und viele wichtige Spurenelemente aufgenommen. Allen Frauen und Mädchen sind diese Heilwässer ans Herz gelegt. Versäumnisse, die durch Trinken eines geeigneten natürlichen Heilwassers verhindert werden können, lassen sich in späteren Jahren nicht wieder gut machen. Nebenwirkungen sind nicht bekannt. Jahrhunderte hat man die Heilwässer, die ja das natürlichste aller Naturheilmittel sind, geschätzt, geachtet und auf sie vertraut. Und das zu Recht.

Geeignete Heilwässer bei Osteomalazie:

 
Bad Wildunger Helenenquelle

Heilquelle Biskirchener Karlssprudel

Bad Driburger Caspar Heinrich Quelle

Die Zuweisungen der Heilwässer zu den Anwendungen

sind nach bestem Wissen erarbeitet und dürfen nicht verändert

oder durch andere Heilwässer ersetzt werden!

 

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