Heilwasser ist die Urquelle des Lebens

Heilwasser InfoZu den ältesten Naturheilmitteln zählt das Heilwasser. Es stammt aus unterirdischen und vor Verunreinigung geschützten Quellen bzw. Wasservorkommen. In Deutschland gibt es rund 35 Arten dieses Mineralienspenders. Die Zahl zeigt schon deutlich, nicht jedes Mineralwasser ist zugleich ein Heilwasser. Den verschiedene Mineralwässer gibt es auf dem deutschen Markt rund 800.

Ein Heilwasser kann innerlich für Trinkkuren bzw. äußerlich für medizinische Bäder angewendet werden. Im Jahr 2013 wurden in Deutschland 77,4 Millionen Liter Heilwasser gekauft. Das klingt erstmal viel, ist aber noch nicht einmal ein Liter Heilwasser pro Einwohner.

Wie unterscheidet sich Heilwasser von anderen Wässern?

Ein Wasser darf nur als Heilwasser bezeichnet werden, wenn es erfolgreich die Prüfung als Arzneimittel durchlaufen hat. Denn es unterliegt nicht der Lebensmittelverordnung, sondern dem strengen Arzneimittelgesetz. Es darf sich also nur so nennen, wenn seine positive Wirkung auf die Gesundheit wissenschaftlich nachgewiesen worden ist. Erst nach diesem offiziellen Nachweis erhält es die amtliche Zulassung vom Bundesamt für Arzneimittel. Es kann sich also nicht jedes Mineralwasser selbst zum Heilwasser erklären.

Außerdem stammt es immer aus unterirdischen geschützten Wasservorkommen, also aus natürlichen Quellen. Während seiner „Reise“ durch die Erde und das Gestein nimmt das Wasser wertvolle Mineralstoffe auf. Um welche Mineralstoffe es sich handelt, hängt vom jeweiligen Gestein ab. Aus diesem Grund besitzt es eine jeweils einzigartige Zusammensetzung von Wirkstoffen. Die Abfüllung erfolgt direkt an der Quelle, deshalb ist es garantiert rein und unverfälscht.

Man erkennt ein zugelassenes Heilwasser an der offiziellen Zulassungsnummer auf dem Etikett. Neben dieser Nummer müssen auch die Informationen zur Zusammensetzung, die Anwendungsgebiete und Trinkempfehlungen auf dem Etikett vorhanden sein.

Das Quellgebiet bestimmt die natürliche Zusammensetzung der Inhaltsstoffe

Wenn ein heilendes Wasser einen besonders hohen Anteil an Calcium besitzt, dann stammt es aus Quellen, die durch Kalkgestein fließen. Eine Besonderheit unter den Kalkgesteinen ist das Dolomit. Dabei handelt es sich um ein Gestein, das seinen Ursprung in vulkanischen Vorkommen hat. Es weist einen hohen Anteil nicht nur von Calcium, sondern auch von Magnesium und Hydrogenkarbonat auf. Die Eifel ist zum Beispiel eine Region, die solch eine vulkanische Vorgeschichte hat. Dort werden Heilwässer aus Quellen entnommen, welche eine hohe Dichte an verschiedenen Mineralien, Spurenelementen und weiteren Wirkstoffen enthalten.

Wenn ein Wasser die unterirdischen salzhaltigen Ablagerungen der Urmeere durchwandert hat, nimmt es Natrium und Chlorid auf.

Bei einem Weg durch Gesteinsschichten, die reich an Gips sind, kommt es zu einer Anreicherung mit Sulfat.

Die unerreicht gute Bioverfügbarkeit von Heilwässern

Unter dem Begriff Bioverfügbarkeit wird verstanden, wie viel von einem Wirkstoff vom Körper tatsächlich aufgenommen und verwertet wird. Denn bei weitem nicht alle Vitamine oder Mineralstoffe die wir durch die Nahrung oder durch Flüssigkeiten zu uns nehmen kommen in unseren Körperzellen an. Wirkstoffe in einem festen Nahrungsmittel können sehr viel schlechter herausgelöst werden, als aus einer flüssigen Substanz.

In den Heilwässern sind alle Wirkstoffe in Wasser gelöst und können deshalb vom menschlichen Körper optimal verwertet werden. Zahlreiche wissenschaftliche Studien haben ihre sehr gute Bioverfügbarkeit belegt.

Heilwässer beugen Mangelzuständen vor und gleichen bereits vorhandene Defizite im Körper wieder aus. Sie aktivieren und stärken die Funktionen des Stoffwechsels. Ebenso werden alle Organfunktionen aktiviert. Es beugt Krankheiten vor und lindert Beschwerden.

Heilende Kraft des Wassers schon lange bekannt

Heilendes Wasser ist ein wichtiger Teil der Naturheilkunde. Es ist ein natürliches Therapeutikum. Die heilende Kraft der Wasserquellen wurde bereits seit 1.500 v. Chr. erkannt und genutzt. Damals kannte man zwar noch nicht seine chemische Zusammensetzung, man verließ sich ganz auf die offenkundig heilende Wirkung des Wassers. Neben diesen Erfahrungswerten können wir heute auf viele Informationen zugreifen, denn inzwischen sind die Wirkungen einwandfrei wissenschaftlich nachgewiesen. Da auch sämtliche Wirkstoffe heute analysiert sind, dürfen wir gezielt auf das heilende Wasser zugreifen, welches unsere Beschwerden oder unseren Mangel behebt.

Kann man Heilwässer auch selbst gewinnen?

Die erste und einfachste Möglichkeit besteht darin, eine natürliche Quelle in der eigenen Umgebung zu suchen und dort das Wasser direkt selbst abzufüllen. Deutschland ist reich an Quellen. Und die Gemeinden, die im Besitz dieser Quellen sind, lassen das Wasser darin regelmäßig untersuchen. So erhält man immer die aktuellen Informationen über die Zusammensetzung der darin vorkommenden Wirkstoffe.

Heilwasser selber herstellen

Die zweite Option liegt in der Energetisierung von normalem Wasser. Dieser Prozess kann durch Magnetisierung, Vitalisierung, Levitisierung oder durch das Bestrahlen mit Sonnenlicht in Gang gesetzt werden (siehe auch strukturiertes Wasser). Bei all diesen Vorgängen handelt es sich um rein physikalische Prozesse, bei denen dem vorher toten Wasser dessen natürlich kristalline Struktur zurückgegeben wird. Es erhält wieder sein natürliches Frequenzmuster. Allerdings werden bei diesen Verfahren keine Wirkstoffe freigesetzt oder zugesetzt. Deshalb ist das Wasser zwar belebt, aber nicht unbedingt heilend. Zudem muss erwähnt werden, dass all diese Methoden der Energetisierung von der Wissenschaft nicht anerkannt sind.

Wie wendet man das heilende Wasser besonders effektiv an?

Die Mengenempfehlung für das tägliche Trinken liegt bei ein bis zwei Litern pro Tag. Damit wird die Gesundheit sanft unterstützt. Besonders gut verträglich ist das Wasser, wenn es Zimmertemperatur aufweist. Für die optimale Aufnahme der Wirkstoffe sollten regelmäßig über den ganzen Tag verteilt kleinere Mengen getrunken werden. (Tipps mehr Wasser trinken).

Nicht nur bei Störungen der Verdauung empfiehlt es sich, morgens auf nüchternem Magen ein Glas heilendes Wasser zu trinken. Hier gehen die europäischen Empfehlungen übrigens d’accord mit der uralten indischen Gesundheitslehre des Ayurveda und der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Bei beiden Lehren hat das Trinken von Wasser einen hohen Stellenwert. Und speziell das Glas mit warmen Wasser am Morgen wird sehr empfohlen. Es wirkt entgiftend und kurbelt den Stoffwechsel effektiv an.

Die Trinkkur für die gezielte Behandlung von Beschwerden

„Es gibt kein Heilmittel, das sicherer heilt als Wasser.“

(Zitat von Pfarrer Sebastian Kneipp)

Wenn der Körper von einer Krankheit oder einem Mangel betroffen ist, dann hilft eine Trinkkur mit heilendem Wasser schnell und effektiv.

Im Vorfeld wählt man ein heilendes Wasser aus, dessen Zusammensetzung besonders gut zum persönlichen Bedarf und Art der Krankheit oder des Mangels passt.

Wie lange die Trinkkur anwenden?

Bei einer Trinkkur werden über einen Zeitraum von mindestens vier bis sechs Wochen täglich etwa 2,5 Liter heilendes Wasser getrunken. Natürlich muss diese Menge an Flüssigkeit nicht zusätzlich zu sich genommen werden. Bei der Trinkkur wird einfach ein Teil der sonst üblichen Getränke mit Heilwasser ersetzt.

Als Faustregel gilt bei der Kur, dass die Wirkung umso höher ist, je größer die Menge an getrunkenem Wasser ist. Auch die Geschwindigkeit bei der Aufnahme der gesunden Flüssigkeit spielt eine Rolle. Je schneller man trinkt, desto stärker ist die Wirkung auf die Gesundheit. Es wird weiterhin empfohlen, das Wasser kalt zu trinken. Denn auch die Kälte stellt einen hohen Reiz für den Körper dar, das Wasser optimal zu verwerten. Allerdings sollte man gerade bei der Wahl der Temperatur auf seine individuelle körperliche Reaktion achten. Falls das kalte Wasser einen negativen Effekt auf den Magen hat oder sonstiges Unwohlsein hervorruft, dann sollte lieber zu Wasser mit Zimmertemperatur gegriffen werden.
Während einer Trinkkur sollten Alkohol, Nikotin und fettiges Essen reduziert beziehungsweise ganz vermieden werden.

Die Auswahl des richtigen Wassers für bestimmte Anwendungen

Auf den Etiketten der Heilwässer ist detailliert aufgelistet, welche Mineralstoffe und andere Inhaltsstoffe enthalten sind. Außerdem ist darauf abzulesen, in welcher Menge, welcher Wirkstoff enthalten ist. Es wird dort auch die Information bereitgestellt, für welche spezifischen Anwendungsgebiete das jeweilige Wasser zugelassen ist.

Bei einem Mangel an Calcium, Harnwegsinfekten oder Osteoporose hilft ein Wasser mit einem besonders hohen Gehalt an Calcium. Calcium hat noch weitere positive Effekte. Es stabilisiert den Herzschlag, unterstützt die Gerinnung des Blutes und steuert lebenswichtige Nervenimpulse. Außerdem stärkt es Knochen, Muskeln und Zähne. Bei dieser Anwendung wird ein Wasser empfohlen, welches über 250 Milligramm Calcium pro Liter enthält.

Magnesiummangel kann durch ein Wasser behoben werden, welches mindestens 100 Milligramm pro Liter davon aufweist. Magnesium fördert die Fähigkeit zur Konzentration, ist wichtig für die Arbeit der Muskeln und für das Herz und den Kreislauf.

Ein basisches Wasser mit einem Gehalt von über 1.300 Milligramm an Hydrogenkarbonat pro Liter ist ein Alleskönner in Sachen Gesundheit! Es neutralisiert Säuren im Körper und bringt dadurch den Säure-Basen-Haushalt des Körpers in eine gesunde Harmonie. Außerdem hilft es bei Sodbrennen, einem Reizmagen, Harnwegsinfekten, Störungen des Fettstoffwechsels und Harnsäurestoffwechsels und funktionellen Magen-Darmerkrankungen.

Gegen Darmträgheit, Reizdarm, Harnwegsinfekte und funktionellen Erkrankungen von Bauchspeicheldrüse oder Galle wird ein heilendes Wasser mit einem Gehalt an Sulfat von über 1.200 Milligramm pro Liter empfohlen. Sulfat regt die Arbeit von Galle, Leber und der Bauchspeicheldrüse an. Zudem beugt es der Entstehung einiger Arten von Harnsteinen vor.

Gegen Fluoridmangel und zur Vorbeugung gegen Karies ist ein heilendes Wasser mit einem höheren Gehalt als einem Milligramm Fluorid je Liter das beste Mittel.

Heilwasser Marken

Diese Liste soll nur Beispielhaft Heilwasser Marken aufzählen. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und das hier aufgeführt sein oder nicht aufgeführt sein stellt keine Wertung der jeweiligen Frima oder des Wassers da.

Heilwasser aus Deutschland – unvollständige Übersicht
Name Firma Herkunft
Bertolds Quelle (Heilwasser) Bad Dürrheimer Mineralbrunnen Bad Dürrheim
Staatl. Fachingen (Heilwasser) Fachingen Fachingen
Hirschquelle (Mineralwasser & Heilwasser) Überkinger Mineralbrunnen Bad Überkingen
Leopoldsquelle (Heilwasser) Peterstaler Mineralquellen Bad Peterstal-Griesbach
Ensinger Schiller Quelle (Heilwasser) Ensinger Mineralheilquellen Vaihingen an der Enz
St. Gero (Heilwasser) Gerolsteiner Brunnen Gerolstein
Vulkania (Heilwasser) Nürburg Quelle Dreis-Brück

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